ADB:Hauber, Joseph

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Hauber, Joseph“ von Hyacinth Holland in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 11 (1880), S. 38, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Hauber,_Joseph&oldid=- (Version vom 17. Juli 2019, 05:19 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
Band 11 (1880), S. 38 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Wikipedia-logo-v2.svg Joseph Hauber in der Wikipedia
GND-Nummer 118773399
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|11|38|38|Hauber, Joseph|Hyacinth Holland|ADB:Hauber, Joseph}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=118773399}}    

Hauber: Joseph H., Maler und Kupferstecher, geboren am 14. April 1766 zu Görisried im Allgäu, der Sohn eines Schreiners; lernte die Anfangsgründe der Malerkunst bei Anton Weiß, Maler zu Rattenberg, begab sich dann an die Wiener und Münchener Zeichnungsakademie, wo er unter der Leitung Dorner’s mehrere Bilder von Rubens, van Dyck u. A. copirte. Kurfürst Karl Theodor gab ihm einen Jahrgehalt von 200 Gulden; nach Oefele’s Tod (1800) erhielt H. dessen Stelle als Professor der Zeichnungsakademie. Als König Max Joseph 1808 die Akademie der bildenden Künste errichtete und reichlich dotirte, wurde H. als zweiter Professor ernannt und blieb in dieser Stellung unausgesetzt thätig bis zu seinem am 23. December 1834 erfolgten Tode. H. malte mehr als fünfzig, meist sehr große Altarbilder für verschiedene Kirchen in München und dessen Umgegend, alle in einem der Langer’schen Schule eigenen Eklekticism, darunter auch ein „Christus am Kreuz“, welcher durch G. Bodmer’s Lithographie die weiteste Verbreitung fand; das Original erschien noch 1858 auf der Histor. Kunstausstellung zu München. H., auch als Porträtmaler thätig, malte ein Brustbild des Königs Max Joseph I. und der Königin Karoline und übertrug beide auf Stein, zwei Blätter, welche zu den Incunabeln der Lithographie gehören, ferner die Bildnisse des Ministers Max Jos. Grafen von Montgelas (gestochen von Rauschmayr 1810 und C. E. Heß) und dessen Gemahlin, der Gräfin Ernestine von Montgelas (als Titelkupfer zu Lipowsky’s Baier. Musiklexikon, gestochen von C. E. Heß); das Porträt des Historikers Felix Jos. Lipowsky (1814 lithographirt von Rummel), des Landesdirektion-Directors Peter Frhr. v. Widmann (gestochen von Laminit 1808), des Miniaturmalers und Gallerie-Inspectors Franz P. Gail (radirt von Muxel), ein sehr charakteristisches Bild des Kurprinzen Ludwig in Hauptmanns-Uniform (gestochen von Rauschmayr), des Baumeisters Jos. Höckl (lithographirt von H. Kohler). Er handhabte aber auch den Grabstichel und die Radirnadel, ebenso lieferte er viele Lithographien, häufig nach eigenen Werken und Compositionen; darunter sein eigenes Bildniß (c. 1802), des Thomas Reichsfreiherrn von Bassus, des Kupferstechers und Priesters Jos. Peter Paul Rauschmayr, des Malers und Kupferstechers Joh. Mich. Mettenleiter (1800) etc.

Vgl. die autobiograph. Mittheil. in Schaden’s Artist. München, 1836, S. 40 ff., den Nekrolog im Rechenschaftsbericht des Münchener Kunstvereins f. 1834, S. 71. Raczynski’s Gesch. der neueren Kunst, 1840, II. 518. Nagler’s Künstlerlexikon, VI. Band, und dessen Monogrammisten.