ADB:Suckow, Karl von

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Artikel „Suckow, Karl von“ von Theodor Schön in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 37 (1894), S. 111–112, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Suckow,_Karl_von&oldid=- (Version vom 16. September 2019, 05:01 Uhr UTC)
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Suckow: Karl Friedrich Emil v. S., geb. am 15. März 1787 zu Goldberg in Mecklenburg als Sohn des mecklenburgischen Hofjägermeisters Gotfried August v. S. auf Goldberg, Moltenow und Niendorf und der Elisabeth Dorothea Ernestine, Tochter des pastor primarius an der St. Georgenkirche zu Wismar Dr. Hahn, trat 1800 als übercompleter Junker in das preußische Infanterieregiment Alt-Larisch in Berlin, wurde 1804 Lieutenant in demselben, nahm Theil (14. October 1806) an der Schlacht bei Jena und Blücher’s Rückzug nach Lübeck, wo er in französische Gefangenschaft gerieth. Bei der Reduction der preußischen Armee schied er aus letzterer aus und trat wie sein Bruder Friedrich Joachim Philipp v. S. in württembergische Dienste, in welchen bereits schon früher ein Glied seiner Familie, der am 2. Mai 1728 gestorbene Oberstlieutenant Wolf Ludwig v. S. gestanden hatte. Am 25. Mai 1808 wurde er Lieutenant bei der Garde zu Fuß, nahm 1809 theil an der Expedition gegen die Vorarlberger, wurde 1810 Oberlieutenant in dem Regiment, am 1. März 1814 Hauptmann im Jägerregiment König. Im Februar 1812 zog er mit der württembergischen Armee nach Rußland und nahm theil am ganzen Feldzug, den er in anziehender, fesselnder Weise in seinem 1862 in Stuttgart erschienenen Werk „Aus meinem Soldatenleben“ beschrieben hat. Den Feldzug in Sachsen im J. 1813 machte er ebenfalls mit und wurde bei Bautzen (20. bis 21. Mai) durch einen Kartätschenschuß im Knöchel schwer verwundet. 1828 wurde er Major und Bataillonscommandant im 5. Infanterieregiment, 1834 Oberstlieutenant im gleichen Regiment, 1842 Oberst und Commandant desselben, 1848 pensionirt unter Versetzung in das Ehreninvalidencorps. Wegen seiner [112] militärischen Verdienste war er Ritter der Ehrenlegion und des württembergischen Militärverdienstordens geworden. Sein Tod erfolgte am 7. Januar 1863 in Stuttgart. Am 26. Januar 1823 vermählte er sich zu München mit Emma (nicht Freiin) v. Calatin, der Tochter des am 29. August 1853 verstorbenen kgl. bair. Generalfeldzeugmeisters Karl Theodor Grafen und Herrn zu Pappenheim und der Maria v. Calatin, geb. Eder (geboren am 7. Juli 1807 zu Pappenheim, s. o. S. 109). Sein einziger, ihn überlebender Sohn ist der 1893 verstorbene ehemalige württembergische Kriegsminister Albert Heinrich Wilhelm Ludwig Anton Karl v. S., einer der Vertreter Württembergs beim Abschluß der Versailler Verträge (s. o. S. 107).

Deutsches Adelsblatt 1888, S. 778, 779. – Kriegsministerialacten, Familienpapiere.