ADB:Vierling, Johann Gottfried

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Vierling, Johann Gottfried“ von Johannes Kretzschmar in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 39 (1895), S. 678, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Vierling,_Johann_Gottfried&oldid=- (Version vom 20. August 2019, 16:37 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
<<<Vorheriger
Vielfeld, Jacob
Nächster>>>
Vierordt, Karl von
Band 39 (1895), S. 678 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Wikipedia-logo-v2.svg Johann Gottfried Vierling in der Wikipedia
GND-Nummer 11741462X
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|39|678|678|Vierling, Johann Gottfried|Johannes Kretzschmar|ADB:Vierling, Johann Gottfried}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=11741462X}}    

Vierling: Johann Gottfried V., geboren am 25. Januar 1750 in Metzels bei Meiningen als Sohn des dortigen Schultheißen; als er 1763 das Lyceum in Schmalkaden bezog, erhielt er Clavierunterricht bei Joh. Nicol. Fischer (geboren 1719, Schüler Joh. Seb. Bach’s, vielbewunderter Organist an der Stadtkirche zu Schmalkaden, auch als Componist von Orgel- und Clavierstücken geschätzt; starb 1773 wahnsinnig) und machte solche Fortschritte, daß er bereits nach 2 Jahren seinen Lehrer vertreten mußte, 1768 wurde ihm dessen Stelle gänzlich übertragen. Doch reiste er zu seiner weiteren Ausbildung 1771 nach Hamburg, und als er hier Phil. Eman. Bach nicht antraf, nach Berlin, um unter Kirnberger’s Leitung ein Jahr lang eifrig musikalischen Studien obzuliegen. Nach seiner Rückkehr nach Schmalkaden blieb er bis zu seinem Tode (22. Dec. 1813) seiner Stelle treu, machte sich aber bald als Organist und Componist einen solchen Namen, daß er zu den bedeutendsten Organisten seiner Zeit gezählt wurde; an auswärtigen Anerbietungen fehlte es nicht, er schlug sie aber alle aus und begnügte sich mit einigen Concertreisen nach Frankfurt a/M., Mainz, Göttingen etc. Er hat meist Orgel- und Claviersachen componirt (vgl. Fétis und Strieder): Sonaten, Praeludien u. s. w.; sie waren in gutem Stile geschrieben, wenn auch nicht so streng in der Form, wie die der Organisten der vorhergehenden Periode. Ferner Motetten und Lieder; 1790 gab er ein 4stimmiges Choralbuch heraus und 1805 einen „Allgemein faßlichen Unterricht im Generalbaß“.

Fétis, Biographie universelle des musiciens Bd. VIII, Paris 1865. – Gerber, Tonkünstler-Lexikon. – Mendel, Musikal. Conversationslexikon. – Strieder, Hess. Gel.-Gesch. XVI, 296.