ADB:Walch, Emanuel

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Artikel „Walch, Emanuel“ von Hyacinth Holland in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 54 (1908), S. 788, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Walch,_Emanuel&oldid=- (Version vom 27. September 2022, 15:43 Uhr UTC)
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Walch: Emanuel W., Historienmaler, geboren am 28. August 1862 zu Kaisers (Tirol), † am 25. August 1897 zu Toblach; empfing, wie viele seiner Landsleute, z. B. Jos. Ant. Koch, Karl v. Blaas, die erste Anregung zur Kunst durch das Betrachten von Kirchengemälden und Bücherillustrationen; der Drang zum Zeichnen und Malen führte ihn alsbald in die Werkstätte des in Vorderhornbach thätigen Malers Härle und später mit guten Vorkenntnissen an die Akademie nach München, wo Ludwig v. Löfftz und insbesondere Andreas Müller (geb. 23. Juli 1831 zu Rottenberg, † 7. Dec. 1901 in München, vgl. Bettelheim, Jahrb. VI, 155) sein unverkennbares Talent in die richtige Bahn leiteten; auf ihre Empfehlung boten einige wohlgeneigte Gönner die nöthige Unterstützung, auch erhielt W. ein Stipendium der Tiroler Landesregierung. W. malte die Oelbilder für die Kirche zu Münster (im Unterinnthal), mehrere Fresken zu Vomp, auch eine „hl. Elisabeth“ für eine Villa in Schwaz. Sein Ruf wuchs: 1893 schuf er in Szabadka (Ungarn) treffliche Freskocompositionen; 1894 lieferte er sechs Bilder für die neue Kirche zu Villach und einen Cyklus an der Außenwand der Pfarrkirche in Mieming. Viele Oelbilder entstanden, darunter die liebliche „Rosenkranz“-Tafel, welche auf einer Ausstellung zu München 1895 die verdiente Würdigung fand. Kleinere Bilder erwarb der Münchener „Verein für Christliche Kunst“ zu seinen Verloosungen 1889, 1894 und 1896. Die aufreibende Thätigkeit zehrte an der Gesundheit Walch’s, die durch einen unglücklichen Sturz von einem Malgerüste bedenklich erschüttert wurde; Blutergüsse und ein rasch vorschreitendes Lungenleiden betteten den vielversprechenden Meister in sein frühes Grab auf dem stillen Friedhof zu Toblach.

Vgl. Max Fürst im Bericht des Vereins für Christl. Kunst, München , 1897, S. 13. – Bettelheim’s Jahrbuch 1898, S. 228.