BLKÖ:Bersina von Siegenthal, Heinrich Freiherr

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
Nächster>>>
Bersling, Franz
Band: 1 (1856), ab Seite: 335. (Quelle)
[[| bei Wikisource]]
in der Wikipedia
GND-Eintrag: 143892908, SeeAlso
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Linkvorlage für Wikipedia 
* {{BLKÖ|Bersina von Siegenthal, Heinrich Freiherr|1|335|}}

Bersina von Siegenthal, Heinrich Freiherr[WS 1] (k. k. General der Cavallerie, Ritter des Mar. Theresienordens, geb. zu Anfang der 2. Hälfte des vor. Jahrh., gest. 1831). Vater des Vorigen. Aus der Wiener-Neustädter Militär-Akademie als Unterlieutenant zu Kinsky-Chevauxlegers Nr. 5 ausgemustert, ward er in Folge seiner verdienstlichen Verwendung im letzten Türkenkriege, wo er sich in Gegenwart des Kaisers Joseph und Kaisers Franz auszeichnete, 1798 Major und Flügeladjutant Sr. kaiserl. Hoheit des Erzherzogs Karl, noch in demselben Jahre Oberstlieut. und Oberst bei Kavanagh-Kürassiere Nr. 4, trat als solcher 1801 zu Erzherz. Karl-Uhlanen Nr. 3, um welches Regiment er sich durch schnelle Ausbildung desselben besonders verdient gemacht, und ward 1805 Generalmajor. Er focht in diesem Jahre in Italien und hatte die Aufgabe, die Verbindung der italien. und tyrol. Armee zu erhalten, und die Eingänge nach Italien zu vertheidigen. Er zeichnete sich in dieser Stellung an der Flit’schen Clause (19. Oct.), und an der Chiusa veneta (21. Oct.) aus. Im Feldzuge von 1809 stand er als Cavallerie Brigadier im Fürst Liechtensteinschen Corps, und that sich bei Aspern (21. Mai), bei dem Angriffe der französischen Reiterei auf die österreichischen Quarré’s hervor, da er die Feinde mit seinen Reservetruppen nach Eßlingen zurückwarf. Ebenso war er bei dem entscheidenden Angriffe vom 22. Mai thätig. Auf dem Schlachtfelde vom 23. April 1809 ward ihm vom Erzherzog Karl das Mar. Theresienordenskreuz verliehen. Er wurde nun FML. und als Divisionär in das Corps des Fürsten Hohenzollern eingetheilt. Bei Wagram (5. und 6. Juli) erfocht er sich neue Lorbeeren. Im J. 1812 ward er zweiter Inhaber des Kürassierreg. Nr. 1., und machte als solcher den Feldzug dieses Jahres beim österr. Auxiliarcorps mit. Er büßte in den Strapazen dieses Feldzuges seine Gesundheit ein, und starb im J. 1831. Seine Brust zierte neben dem Mar. Theresienorden auch der Leopoldorden, und im akademischen Ehrensaal der Wr. Neustädter Militär-Akademie ist sein Bildniß aufgestellt.

Leitner von Leitnertreu (Th. Ig.), Geschichte der Wiener-Neustädter Militärakademie II. Thl. S. 123. – Wappen: Ein quergetheilter Schild, in dessen oberem blauen Felde drei goldene Sterne, zu zwei und eins gestellt, in der unteren rothen Hälfte eine brennende Lampe zu sehen.

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Vergleiche dazu den zweiten Artikel Persina von Siegenthal, Heinrich mit unterschiedlichem Todesjahr.