BLKÖ:Görög, Demeter von

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Görgei, Arthur
Band: 5 (1859), ab Seite: 242. (Quelle)
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Görög, Demeter von (Schriftsteller, geb. zu Dorog im Szabolcser Comitat 4. Nov. 1760, gest. zu Wien 7. Sept. 1833). Stammt von adeligen, aber unbemittelten Eltern. Die unteren Schulen besuchte er in Debreczin, die oberen in Ungvár und Großwardein; dann hörte er, unterstützt von Andreas Bacsinszki, damals Pfarrer zu Dorog, später Bischof von Munkács, auf der Wiener Universität die Rechte. Er betrieb fleißig das Studium seiner Muttersprache und brachte sich durch Ertheilen von Privatunterricht fort. Auf Anempfehlung seines ehemaligen Wohlthäters ward er als Erzieher des jungen Grafen Ladislaus Kolonics aufgenommen, übernahm 1795 die Erziehung des Fürsten Paul, Sohnes des Fürsten Nik. Eßterházy, und 1803 berief ihn Kaiser Franz zum Erzieher des Erzherzogs Joseph, 1807 des Kronprinzen Ferdinand, nachmaligen Kaisers und 1809 des Erzherz. Franz; und wurde dann Vorsteher der Kammer des Erzherzogs, welche Stelle er bis 1824 bekleidete. Früh beschäftigte sich G. mit literarischen Arbeiten; bereits als Erzieher des Grafen L. Kolonics (1789) redigirte er im Verein mit Samuel Kerekes die periodische Schrift: „Hadi és más nevezetes történetek“, d. i. Kriegs- und andere nennenswerthe Ereignisse (Wien 1789–91). Nach Beendigung des Türkenkrieges erhielt die Zeitschrift den Titel: „Magyar hirmondó“, d. i. Ungarischer Bote, und erschien von 1792–1803. Seit 1801 nahmen daran Theil Steph. Kömlei, Joseph Márton und Joseph Császár. Auch begann er noch als Erzieher des Fürsten Paul Eßterházy die Herausgabe eines Special-Atlasses von Ungarn, dessen Blätter zum größten Theile (41 unter 62) auf Kosten des Grafen Georg v. Festetics erschienen und den Lesern des „Hirmondó“ (jährlich 4 Blätter) unentgeltlich zugeschickt wurden. Die Herausgabe dieses Kartenwerkes begann schon 1795, wurde aber erst 1811 beendet und zwar seit 1808 von Professor Márton, dem G. das gesammte Material zur Benützung übergeben, und ihn auch sonst in der Arbeit unterstützt hatte. Seine übrige Muße widmete G. landwirthschaftlichen Beschäftigungen und legte auf seiner Villa in Grinzing bei Wien eine Rebenschule an, indem er sich aus allen Ländern, wo Wein wächst, Reben zu verschaffen wußte, sie baute, und die benachbarten Weinbergbesitzer mit Tausenden von seinen Rebensprößlingen betheilte. Menschenfreundlich unterstützte er hoffnungsvolle Landsleute, den Schriftstecher Falka in Ofen, Junker in Wien, [243] die Kupferstecher Czetter und Dikfalis, den Arzt Viszanik u. A. Seit 15. Febr. 1831 war G. Ehrenmitglied der ungar. gelehrten Akademie. G. starb im Alter von 73 Jahren.

Magyar irók. Életrajz-gyüjtemény. Gyüjték Ferenczy Jakab és Danielik József, d. i. Ung. Schriftsteller. Sammlung von Lebensbeschreib. Von Jakob Ferenczy u. Josef Danielik (Pesth 1826, Gust. Emich) S. 162 [nach diesem geb. 4. Nov. 1760, gest. 7. Sept. 1833]. – Oestr. National-Encyklopädie (von Gräffer u. Czikann), (Wien 1835) II. Bd. S. 391 [nach dieser geb. 1. Febr. 1760, gest. 5. Sept. 1833].