BLKÖ:Goëß, die Grafen von (Genealogie)

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Goëß, Damian von
Band: 5 (1859), ab Seite: 243. (Quelle)
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Goëß, die Grafen von[BN 1] (Genealogie). Ein altes portugiesisches Geschlecht, das später in die Niederlande und von da nach Oesterreich kam. Die genauen Nachrichten reichen auf Damian de Goës (geb. 1501, gest. 1560) zurück, der am Hofe des Königs Emanuel von Portugal erzogen wurde [siehe Näheres über ihn In den Quellen]. Aus seiner Ehe mit Johanna von Hargen (1538) ging Emanuel von Goës hervor. Emanuel vermälte sich mit Anna Francisca Düval und hinterließ einen Sohn Franz. Aus dessen Ehe mit Anna Regina van der Horst entstammten zwei Söhne Anton u. Johann, der berühmte Cardinal (siehe unter II. Vorzügl. Glieder der Familie G. Nr. 2), welche beide von Kaiser Ferdinand III. in den Freiherrnstand erhoben wurden. Nach Kneschke fand diese Erhebung am 1. Jänn. 1638 statt; nach Bergmann wurde die ihm verliehene Freiherrnwürde am 2. Juni 1652 auf seine Brüder (Kneschke weiß nur von Einem) übertragen. Anton pflanzte das Geschlecht fort. Aus seiner Ehe mit Maria von Millwelden entstammt Johann Peter (geb. 23. März 1667, gest. 13. März 1716), [siehe II. Nr. 4], den sein reicher Oheim Johann Baptist zum Erben einsetzte und Kaiser Leopold am 2. Aug. 1693 in den Reichsgrafenstand erhob. Johann Peter vermälte sich mit Anna Gräfin von Sinzendorf (geb. 9. Mai 1672, vermält 14. Oct. 1693, gest. 1739); deren Sohn Johann Anton (geb. 3. Nov. 1699, gest. 16. Aug. 1768), [siehe II. Nr. 3] vermälte sich mit Maria Gräfin von Thürheim (geb. 19. April 1695, verm. 26. Jänn. 1720 und gest. 7. Mai 1769). Aus dieser Ehe entstammte Graf Johann Karl Anton (geb. 18. August 1728, gest. nach Kneschke 11. Mai 1798, nach Bergmann 4. Mai); durch dessen drei Söhne: Johann Peter, Karl Johann und Rudolph Maria blüht die Familie noch heute in drei Linien fort: I. Linie: Graf Johann Peter (geb. 8. Febr. 1774, gest. 11. Juli 1846), [siehe II. Nr. 6] war in zweiter Ehe mit Isabella Gräfin von Thürheim (geb. 11. Juli 1784), [siehe II. Nr. 5] vermält. Aus dieser Ehe stammt das jetzige Haupt der Familie Graf Anton (geb. 4. Aug. 1816), kais. Major in der Armee, vermält (seit 14. Mai 1848) mit Maria Theresia Gräfin von Wilczek (geb. 22. Mai 1823). Deren Sohn ist Graf Anton Johann Peter (geb. 3. März 1856). – II. Linie. Des Grafen Johann Peter Bruder Graf Karl Johann (geb. 16. Sept. 1775, gest. 7. Juni 1843) war mit Karoline Gräfin Kazianer zu Katzenstein (seit 3. Februar 1803) vermält. Deren Sohn Graf Peter Karl (geb. 17. Dec. 1807, gest. 26. Februar 1852) vermälte sich (5. April 1845) mit Maria Gräfin von Welsersheimb (geb. 6. Mai 1824). Aus dieser Ehe stammen zwei Söhne: Graf Zeno Vincenz (geb. 26. Oct. 1846) und Leopold Peter (geb. 28. Oct. 1848). Ersterer ist das Haupt dieser zweiten Linie. – III. Linie. Diese stiftete der dritte Bruder Graf Rudolph Maria (geb. 27. Oct. 1777, gest. im Oct. 1852); er war mit Maria Anna von Schäffer vermält. Aus dieser Ehe stammen drei Söhne: Graf Karl (geb. 27. April 1804, gest. wann?); – Graf Albert (geb. 9. Juni 1812), das gegenwärtige Haupt dieser dritten Linie, vermält (seit [244] 2. Sept. 1851) mit Liubiza (geb. 18. Febr. 1833), Tochter des kais. russ. Hofrathes und Consuls Jeremias Ritter von Gogitsch; und Graf August (geb. 27. Sept. 1813). Ueber die vorzüglicheren Glieder dieser Familie siehe Nr. II: Vorzügliche Glieder der Familie Goëß.

I. Ueber die Familie. Bergmann (Joseph), Medaillen auf berühmte und ausgezeichnete Männer des östr. Kaiserstaates vom 16.–19. Jahrhundert (Wien 1844 u. f., Tendier, 4°.) II. Bd. S. 476–491. – (Kneschke, Ernst Heinrich Dr.) Deutsche Grafenhäuser der Gegenwart (Leipzig 1852, Weigel, 8°.) I. Bd. S. 272. – Schönfeld (Ignaz Ritter von),, Adels-Schematismus des östr. Kaiserstaates (Wien 1824, Schaumburg, 8°.) I. Jahrg. S. 80. – Gothaisches genealogisches Taschenbuch der gräfl. Häuser auf das Jahr 1859 (Gotha, Perthes, 32°.) XXXII. Jhrg. S. 301. – Historisch-heraldisches Handbuch (Gotha 1856, Perthes, 32°.) S. 255. – Oestr. National-Encyklopädie (von Gräffer und Czikann), (Wien 1835) II. Bd. S. 394.

Berichtigungen und Nachträge

  1. E Goëß, die Grafen von [s. d. Bd. V, S. 243].
    Carinthia (Klagenfurter Unterhaltungsblatt, 4°.), redigirt von Ernst Rauscher, 53. Jahrgang (1853), Nr. 2 u. 3: „Die Grafen von Goës. Eine genealogisch-biographische Darstellung“. – Ueber Peter Grafen Goëß (im Lexikon Bd. V, S. 245, Nr. 6) vergleiche den Osservatore dalmato 1864, No. 43, im Appendice: „Personaggi illustri dell’ Austria che nella sua prima dominazione in Dalmazia per bene merenze particolari alla cittadinanza e nobiltà di Zara furono ascritti“ von Giuseppe Ferrari-Capilli. [Bd. 14, S. 458.]