BLKÖ:Habsburg, Franz Karl Joseph

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 6 (1860), ab Seite: 257. (Quelle)
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99. Franz Karl Joseph, Erzherzog von Oesterreich (geb. 7. December 1802). Dritter Sohn des Kaisers Franz I. (II.) und Maria Theresia’s von Sicilien. Von vier Söhnen des Kaisers Franz – denn zwei starben in ihrer Kindheit: Erzherzog Joseph (geb. 9. April 1799, gest. 29. Juni 1807) und Erzherzog Johann (geb. 29. August 1805, gest. 19. Februar 1809) – der drittgeborene, Bruder Sr. Majestät des Kaisers Ferdinand [s. Nr. 88] und Vater Sr. Majestät des jetztregierenden Kaisers. Nach beendeter Erziehung machte der Erzherzog einige Reisen, im übrigen lebte er den Staatsangelegenheiten fern und verzichtete, als der Eintritt einer neuen Kraft für den Aufbau und die Wohlfahrt von Neu-Oesterreich nöthig geworden war, und sein Bruder, Kaiser Ferdinand, am 2. December 1848 die Krone niedergelegt hatte, zu Gunsten seines Sohnes Franz Joseph auf den Kaiserthron. Der Grundsatz des habsburgischen Charakters, Güte und Wohlwollen, haben den Erzherzog zu einem der populärsten Prinzen des Kaiserhauses gemacht. Seit 4. November 1824 ist der Erzherzog vermält mit der Erzherzogin Sophie, kön. Prinzessin von Bayern. Aus dieser Ehe stammen vier Söhne: Franz Joseph, Kaiser (geb. 18. August 1830) [s. Nr. 98]; Erzherzog Ferdinand Max (geb. 6. Juli 1832) [s. Nr. 89]; Erzherzog Karl Ludwig (geb. 30. Juli 1833) und Erzherzog Ludwig (geb. 15. Mai 1842). Eine am 27. October 1835 geborene Erzherzogin Maria Anna Karolina ist schon am 5. Februar 1840 gestorben.

Männer der Zeit. Biographisches Lexikon der Gegenwart. Erste Serie (Verlag von Carl B. Lorck in Leipzig, 1860, 4°.) S. 531. – Oesterr. National-Encyklopädie, herausg. von Gräffer und Czikann (Wien 1835, 8°.) Bd. II, S. 182. – Die Bilder-Welt. Gallerie denkwürdiger Persönlichkeiten der Gegenwart. Nach Originalzeichnungen, Gemälden, Statuen und Medaillen (Leipzig, J. J. Weber, Fol.) Sp. 78, Tafel 81. – Gratzer Telegraph 1856, Nr. 99: „Herzensgüte und Mildthätigkeit des Allerhöchsten Kaiserhauses“. – Vollständiger Titel Sr. kais. Hoheit des Erzherzogs Franz Karl. Ritter des goldenen Vließes; Großkreuz des österr. kais. St. Stephan-Ordens; Ritter des russ. kais. St. Andreas- und des St. Alexander Newsky-, des weißen Adler- und des St. Annen-Ordens erster Classe; des kön. preuß. schwarzen und rothen Adler-Ordens erster Classe; des französischen Ordens vom heil. Geiste; des kön. bayr. St. Hubertus-, und des [258] kön. hannov. Haus- und Ritter-Ordens vom heil. Georg; Großkreuz des kais. brasil. Ordens vom südlichen Kreuze, des kön. sicil. St. Ferdinand- und Verdienst-Ordens und des kön. hannov. Guelphen-Ordens; Ritter des großherz. baden’schen Ordens vom Zähringer Löwen, und des großherz. hess. Ludwigs-Ordens; k. k. Feldmarschall-Lieutenant; Inhaber des Infanterie-Regiments Nr. 52; Chef des 3. kais. russ. Grenadier-Regiments von Samogit. – Porträte. 1) Nach Dürk lithogr. von Eybl (Wien, Paterno, Fol.) Brustbild. – 2) lithogr. von Kriehuber (Wien, Neumann, Fol.); – 3) von Demselben (Wien, Spina, Fol.); – 4) Lithogr. (Wien, Förster’s artist. Anstalt, gr. 4°).