BLKÖ:Kemény, die Freiherren und Grafen, Genealogie

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Kemény, Dionys Baron
Band: 11 (1864), ab Seite: 146. (Quelle)
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I. Zur Genealogie des Freiherrn- und Grafengeschlechtes der Kemény. Die Kemény sind ein altes und berühmtes Adelsgeschlecht, dessen Ursprung sich bis in’s 13. Jahrhundert zurückführen läßt und aus welcher die Stammväter zu einer ganzen Reihe von Familien, als den Gyeröfi, Mikola, Radó, Vitéz, Kabos und den Kemény entsprungen sind. Der eigentliche Stammvater der Kemény ist Peter, der im 15. Jahrhunderte lebte und von dessen zwei Söhnen der eine, auch Peter, mit Katharina Bagdy das Geschlecht fortpflanzte. Mit dessen Ururenkel Balthasar zweigt es sich in zwei Hauptstämme ab, deren jeder wieder sich in mehrere Seitenlinien theilte [vergleiche die Stammtafel]. Balthasar’s Sohn Johann zählt unter seinen Nachkommen den Samuel K. (gest. 1817), mit welchem 1804 die Grafenwürde in eine Linie des Hauses kam, welche im Mannsstamme in neuester Zeit mit dem berühmten Gelehrten [147] Joseph (gest. 1855) und seinem Vetter Samuel (gest. 1861) erloschen ist. Balthasar’s jüngerer Sohn Peter bildete den anderen Stamm, der auch noch heute in mehreren Linien fortblüht. Die Kemény waren seit je ein hervorragendes siebenbürgisches Adelsgeschlecht. Schon der berühmte Held Simon Kemény [s. d. II. Hervorragende Sproßen des Freiherrn- und Grafengeschlechtes der Kemény, S. 149, Nr. 8], der zur Familie Vitéz gezählt wird, hat sich durch seinen Opfermuth für König und Vaterland ein selbst durch Lieder verherrlichtes Andenken geschaffen. Nicht minderer Glanz strahlte mit Johann Kemény [auf der Nebenspalte Nr. 2] von diesem Hause aus, auf den das Vertrauen des Landes in bedrängnißvolle Zeit so groß war, daß ihn die Stände im Jahre 1660 zum Fürsten Siebenbürgens ausriefen. Mit seinem Tode aber, den er unglücklicher Weise in der Schlacht bei Nagy-Szöllös (23. Jänner 1662) gegen die Türken fand, versank dieses Geschlecht durch fast anderthalb Jahrhunderte in völlige Vergessenheit und erst in unserer Zeit flammte der Name dieser Familie in mehreren seiner Sproßen nach verschiedener Richtung zu neuem Glanze auf; wir nennen nur Dionys [S. 143), der sich auf parlamentarischem Gebiete ausgezeichnet; Joseph [S. 150] dessen Name unter den Forschern auf dem Gebiete der Geschichte einzig dasteht; Sigmund [S. 154], der geistvolle Publicist und Romantiker, der sein letztes Wort noch lange nicht gesprochen, von anderen nicht zu reden, die sich eine traurigere Berühmtheit erworben haben. In Bezug auf die genealogische Tafel, welche wir mittheilen, muß bemerkt werden, daß Iván Nagy in seinem Werke „Magyarország családai“ u. s. w., Bd. VI, S 542, die Nachkommen Balthasar’s K. und der Anna Torday in einer verbesserten Tafel darzustellen vorgibt. Worin die Verbesserung besteht, ist dem Herausgeber des Lexikons nicht klar geworden, nur fand er, daß eine ganze Linie, in welcher der Insurgenten-Oberst Wolfgang K. [S. 149, Nr. 9] vorkommt, auf derselben gar nicht zu finden ist, während er auf der ersten Tafel S. 176 erscheint. Die hier mitgetheilte Tafel ist nach der sorgfältigsten Vergleichung aller Quellen zusammengestellt. [Quellen zur Genealogie der Kemény. Benkö (Jos.), Transilvania sive magnus Transilvaniae Principatus ... strictim illustratus (Vindobonae 1778, 8°.) Tom. II, p. 393–397. – Kőváry (László), Erdély nevezetesebb családai, d. i. Siebenbürgens adelige Familien (Klausenburg 1854, Barrán und Stein, gr. 8°.) S. 146 u. f. – Nagy (Iván), Magyarország családai czimerekkel és nemzékrendi táblákkal, d. i. Die Familien Ungarns mit Wappen und Stammtafeln (Pesth 1860, Moriz Ráth, 8°.) Bd. VI, S. 174–182 und 541 u. 542.]

[156a] [WS 1]
Stammtafel des Freiherrn- und Grafengeschlechtes der Kemény.
Peter.
Ladislaus. Peter.
Katherina Bagdy.
Ladislaus (1556). Johann. Georg.
Johann (1553).
Margaretha Ombozi.
Katherina
vm. Peter Haller.
N....
vm. Barthol. Erdélyi.
Franz.
Elisabeth Szentpály.
Johann (1603).
Anna Sármasági.
Stephan (1566).
Kuchelburger Obergespan.
Joseph.
Magdalene
vm. Georg Szalánczy.
Franz, †. Ladislaus. Balthasar (1576–1630).
1) Anna Lázár.
2) Sophie Tornyi.
Emerich, †.
Peter, †. Anna
vm. 1) Wolfg. Bethlen.
2) Ferd. Macskási.
Johann [2][1]
1) Susanna Kállai.
2) Anna Lónyai.
Balthasar († 1657).
Susanna Bornemißa.
Peter.
Katherina Toroczkai.
Elisabeth
vm. Ladislaus Szalánczi.
Sophie
vm. 1) Valentin Nemes.
2) Bened. Mikes.
Katherina
vm. Ferdin. Bethlen.
Petronella
vm. Steph. Apafi.
Franz. Simon (1663)
1) Maria Alia.
2) Katherina Perény.
Johann (1710)
Christine Nádudvari. Peter.
Katherina Kollátovich.
Johann.
Katherina Brussiere.
Balthasar
Anna Tordai.
Katherina
vm. Georg Györeffi.
Sophie
vm. Stephan Daniel.
Maria
vm. Steph. Haller.
Johann [3]
Szolnoker Oberg.
Anna Teleki.
Ladislaus.
Anna Pekri.
Wolfgang
Maria Kornis.
Anna († 1835)
vm. Georg Graf
Banffy.
Simon (1704).
Anna Bar. Vay.
Adam (1753).
Drusianna Rhédey. Simon 1) Poli Westelényi.
2) Katherina Waß.
Balthasar.
Agnes Bánffy.
Maria
vm. Sigmund Szeredai.
Georg.
Druzek Kendeffy.
Katherina
vm. Nikol. Kún.
Alexander.
Sophie Pekri.
Peter, †.
Franz
Christine Boer.
Sigmund († 1736).
1) Christine Bánffy.
2) Agnes Bethlen.
Samuel († 1744) Dobokaer Obergespan. Katherina Macskasi. Christine
vm. Joseph Bethlen.
Georg († 1769).
Maria Bánffy.
Nikolaus († 1775).
Christine Waß.
Sigmund († 1769).
Wolfgang Graf.
Therese Gf. Batthyany.
Samuel [5] Graf
(† 1817).
Katherina Bethlen.
Christine († 1811)
vm. Paul Bethlen.
Emerich.
Julie Almasy.
Sigmund.
1) Christine
Csuky.
2) Clara Turoczy.
3) Eva Waß.
Samuel.
Poli Toldi.
Ignaz Ladislaus
Stephan.
Anna
vm. Jos. Ugron.
Georg.
Julie Vayn.
Barbara
vm. Emerich Bánffy.
Emerich.
Maria Ribiczei.
Therese
vm. Gyarmathy.
Susanna
vm. Kardos.
Ladislaus. Johann.
Emma Barcsay.
Nikolaus. Georg.
Samuel [6]
(† 1861).
Katherina
(† 1816)
vm. Jos. Gf. Kún.
Nikolaus
(† 1829).
Poli Gräfin
Teleki.
Simon
(† 1826).
Anna Gräfin
Teleki.
Johann, †. Ladislaus.
Agnes Baronin
Bánffy.
Domokos.
Barbara
Zeyk.
Stephan.
Katherina
Bánffy.
Georg.
Maria
Bethlen.
Simon Albert.
Karolina Mackasi.
Ladislaus.
Eva
vm. Christoph
Simon.
Agnes
vm. Samuel
Bolia.
Elisabeth
vm. Samuel
Trauzner.
Andreas. Alexander.
1) Christine
Diößeghi.
2) Eva Daniel.
3) Juliana
Eperiessy.
Katherina
vm. Ladislaus
Inczedy.
Samuel.
1) Agnes Györffy.
2) Rosa Csoka.
Georg, †.
Anna Kemeny.
Georg. Franz. Maria.
Joseph.
Susanna Reti.
Ludwig. Christine.
Esther
Makray.
Dionys [1]
(† 1849).
Katherina
Kemény.
Domokos
Karol. Ujváry.
Nikolaus.
Katherina
vm. Daniel
Kabos.
Susanna. Ester
vm. Nikolaus
Kabos.
Samuel.
Poli Dobai.
Sigmund [7]
(geb. 1816).
Johann.
Paul.
Holmagyi.
Ludwig.
Baronin Wesselényi.
Simon.
Clara Beldi.
Judith
vm. Wolfgang Czongrádi.
Ignaz.
Maria Szentkeresti.
Karl. Cäcilia
vm. Gf. Sigmund
Kornis.
Barbara. Stephan.
Agnes Mara.
Franz.
Katherina
Gf. Bethlen.
Wolfgang [9]
(† 1852).
Karoline Seethal.
Paul († 1854).
Rachel Gf. Teleki.
Karolina
vm. Graf Stephan
Wernhardt.
Julius. Ida
vm. Jul.
Barczy.
Daniel. Bela. Vilma. Johann.
Eugen. Coloman. Andreas. Simon. Maria. Anna.
Gabriel. Geiza. Ilka. Sarolta. Bertha. Emma. Dionys. Gyerö.
Joseph [4]
(geb. 11. September
1795, † 12. Sept.
1855).
Anna Lang.
Wolfgang, †. Malvina, †.

  1. Die in den Eckklammern [ ] eingeschlossenen Zahlen beziehen sich auf die Numerirung der auf S. 147 bis S. 150 in der Rubrik: II. Hervorragende Sproßen des Freiherrn-und Grafengeschlechtes der Kemény mitgetheilten Biographie.

Anmerkungen (Wikisource)

  1. In der Vorlage ohne Seitenzahl.