BLKÖ:Levičnik, Joseph

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
Nächster>>>
Levstik, Franz
Band: 15 (1866), ab Seite: 35. (Quelle)
[[| bei Wikisource]]
in der Wikipedia
GND-Eintrag: 1019348372, SeeAlso
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Linkvorlage für Wikipedia 
* {{BLKÖ|Levičnik, Joseph|15|35|}}

Ein Verwandter des obigen Dichters, und zwar ein Vetter, Sohn seines Vaterbruders Kaspar, ist der Slovene Joseph Levičnik, der sich auch nur dieser slovenischen Schreibweise seines Namens bedient. Geboren zu Eisnern in Krain 6. April 1826, kam er im J. 1835 nach Laibach, im folgenden Jahre nach Klagenfurt, wo er die Normalschulen besuchte und dann 1838 nach Laibach zurückkehrte, wo er das Gymnasium beendete. Im Jahre 1841 trat er als Lehrling in ein Kaufmannsgeschäft, verließ es aber aus Unlust bald wieder, lernte Musik und wurde im Jahre 1855 Lehrer in seinem Geburtsorte, wo er noch jetzt als solcher thätig ist. Frühzeitig war er in seiner Muttersprache schriftstellerisch thätig und schon in der von Kasteliz herausgegebenen „Krainischen Biene“ (Krajnska zhbeliza) finden sich seine slovenischen Lieder. Nach längerer Pause bot sich ihm endlich in der von Dr. Bleiweis begründeten slovenischen Zeitschrift „Novice“ ein neues Feld für seine slovenische Schriftstellerei, welche in pädagogischen Artikeln, Erzählungen, Novellen u. dgl. m., besteht. Polemisirend trat er auch in deutscher Sprache auf. [Paul Jos. Šáfařík’s Geschichte der südslavischen Literatur. Aus dessen handschriftlichem Nachlasse herausgegeben von Joseph Jireček (Prag 1865, Friedr. Tempsky, 8°.) I. Slovenisches und glagolitisches Schriftthum, S. 44 u. 76 (Šáfařík nennt ihn Jerney, d. i. Bartholomäus, im „Slovník“ heißt er Joseph). – Slovník naučný. Redaktor Dr. Frant. Lad. Rieger, d. i. Conversations-Lexikon. Redigirt von Dr. Franz Lad. Rieger (Prag 1859, Kober, Lex. 8°.) Bd. IV, S. 1257.]