BLKÖ:Rößler, Emil Franz

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
<<<Vorheriger
Rößler, Anton
Band: 26 (1874), ab Seite: 253. (Quelle)
[[| bei Wikisource]]
in der Wikipedia
GND-Eintrag: 118790927, SeeAlso
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Linkvorlage für Wikipedia 
* {{BLKÖ|Rößler, Emil Franz|26|253|}}

Rößler, Emil Franz (Geschichtsforscher und Mitglied des deutschen Reichsparlaments im Jahre 1848/49 geb. zu Brüx in Böhmen 5. Juni 1815, gest. zu Sigmaringen 5. December 1863). Sein Vater war Justitiär, der seinen Sohn bei Bereisung der Ortschaften, in Rechtsangelegenheiten oft mitnahm, wobei dieser in früher Jugend Gelegenheit hatte, das unwürdige Hörigkeitsverhältniß des Landmanns in ziemlich greller Weise kennen zu lernen. So geschah es denn auch, daß ihn dieser Gegenstand bereits während seiner Studien beschäftigte, und daß er, als er für die juridische Doctorwürde sich vorbereitete, als Inaugural-Dissertation die Schrift: „Das Ausgedinge und Bauerngütern nach den bestehenden Vorschriften in Oesterreichs mit besonderer Rücksicht auf Böhmen“ veröffentlichte. Im Jahre 1842 erlangte R. das Doctorat. Inmitten von zwei in Charakter, Sprache und ihrem Wesen ganz verschiedenen Völkern, des deutschen und slavischen, wohnend, war R. frühzeitig angeregt worden, dem Ursprünge der deutschen Ansiedlungen in seinem Vaterlande nachzuforschen und die deutschen Dorfweisthümer in Böhmen aufzusuchen. Als Probe dieser für das Rechtsleben der Vergangenheit so wichtigen Rechtsdenkmäler veröffentlichte er die Schrift: „Die Tschernowizer Rüge von 1553“, und war nun auf jenes Feld gerathen, das ihn fortan unablässig beschäftigte und auf welchem er wenige, [254] aber kostbare Schätze zu Tage förderte. Zu diesem Zwecke durchforschte er fleißig Bibliotheken und Archive und begann im Jahre 1845 die Herausgabe der deutschen Rechtsdenkmäler aus Böhmen und Mähren. Der erste, mit einer Vorrede von Jacob Grimm eingeleitete Band führt auch den besonderen Titel: „Das altprager Stadtrecht aus dem XIV. Jahrhunderte, nach den vorhandenen Handschriften zum ersten Male herausgegeben und erläutert“ (Prag 1845, Fr. Tempsky). R. führte darin der Erste den urkundlich festgestellten Beweis, daß Prag eine ganz deutsche Stadt und aus der ersten Niederlassung der Deutschen auf dem Pořicz die ganze Stadtgemeinde allmälig erwachsen ist. Zur Zeit, als Rößler dieses Werk herausgab, war es mit dem Studium der Rechtsgeschichte an den österreichischen Universitäten übel oder, richtiger, gesagt, gar nicht bestellt, dieser Gegenstand stand nicht auf dem Lectionskataloge, und so ist es als ganz besonderes Verdienst R.’s anzusehen, daß er bei der k. k. Studien-Hofcommission um die versuchsweise Gestattung rechtsgeschichtlicher Vorlesungen an der Wiener Hochschule einschritt, welche er auch anstandslos erhielt. R. übersiedelte im Jahre 1846 nach Wien und hielt auch diese Vorträge, die große Theilnahme fanden und nicht blos von Studirenden, sondern auch von anderen Gebildeten, ja selbst von hochgestellten Staatsbeamten besucht wurden. Diese Vorträge hat R. unter dem Titel: „Ueber die Bedeutung und Behandlung der Geschichte des Rechts in Oesterreich“ herausgegeben. Bei seinen Vorstudien zu diesen Vorträgen war er mit den Werken von Savigny, J. Grimm, Stenzel, Hormayr u. A. bekannt geworden, und dieß weckte sein Verlangen, den Geist der deutschen Hochschulen, an welchen solche Männer wirkten, aus eigener Anschauung kennen zu lernen. Er verwirklichte dieses Verlangen im Jahre 1847, in welchem er die wichtigeren Hochschulen Deutschlands besuchte, manchem bedeutenden Forscher und Manne der Wissenschaft näher trat, zugleich aber für seine eigenen Zwecke Archive und Bibliotheken durchforschte. Nachdem er noch an der ersten Versammlung der Germanisten in Frankfurt a. M. theilgenommen, kehrte er im Herbste d. J. nach Wien zurück, im Herzen ein Anderer, denn er hing mit demselben an Deutschland. In Oesterreich begannen, von Niemand unmittelbar angeregt, nur durch die chaotischen, geistmörderischen Zustände der vormärzlichen Zeit geweckt, die Vorbereitungen zum Anbruche einer neuen Zeit. Und in solche Perioden finden sich Naturen von R.’s Eigenart nicht hinein. Wohl betheiligte sich R. im Anbeginne lebhaft daran, aber bald nahmen die traurigen Zustände in seinem Heimatlande seine ganze Aufmerksamkeit in Anspruch, der von den Čechen gegen die Deutschen ausgeübte Terrorismus führte diese letzteren zur Vereinigung, welche in dem in Wien von den dort lebenden Deutschen gebildeten „Verein der Deutschen aus Böhmen“ einen lebendigen Ausdruck erhielt. R., bald in’s Comité gewählt, betheiligte sich lebhaft an den vom Vereine begonnenen Arbeiten, als die Ausschreibung der Wahlen für das Frankfurter Parlament ihn auf andere Bahnen lenkte. Einer Einladung seiner Vaterstadt Brüx folgend, trat R. als Candidat im Wahlbezirke Saaz auf und wurde auch wirklich gewählt. R. begab sich nun an seine Bestimmung und legte dort durch seine politische Haltung den Keim zu jenen Mißerfolgen in allen seinen späteren [255] Bewerbungen, welche zuletzt das Gleichgewicht seines Geistes störten und die erschütternde Schlußkatastrophe seines Lebens herbeiführten. In Frankfurt sonderte sich R. mit noch einigen Gleichgesinnten von der Masse der übrigen österreichischen Abgeordneten, von der Ueberzeugung ausgehend und unverrückt an ihr festhaltend: daß für Oesterreich und Deutschland eine gemeinsame Verfassung unausführbar sei. Nachdem gar durch die in Oesterreich verkündigte Verfassung von dieser Seite die Möglichkeit zur Einigung vollends abgeschnitten war, wollte er ferner keinen Theil haben an dem Bestreben, eine einheitliche Verfassung des übrigen Deutschland zu hintertreiben. Offen der Gagern’schen Partei sich anschließend, stimmte er für den Welcker’schen Antrag, für den preußischen Kaiser, nur auf diesem Wege die Möglichkeit einer friedlichen Ausgleichung, die Möglichkeit eines festen Bundesverhältnisses erkennend. Laube in seiner Geschichte des ersten deutschen Parlaments schreibt über Rößler: „von der ganz kleinen Zahl unter den Oesterreichern, welche Alles auf die wahrscheinliche Rückkehr in die Heimat opferten für den vollen Begriff eines deutschen Staates, gehörte Rößler. Er und Makowitzka, zum Theile auch Groß, sämmtlich aus dem nördlichen Böhmen stammend, führten ihre ideale Aufgabe mit voller Consequenz durch, ohne deßhalb den Uebertreibungen der Linken zuzustimmen“. Unter solchen Umständen, das sah Rößler voraus, war für ihn kein Bleiben. Mit welchen Maßregeln man damals in Oesterreich, zunächst in Wien, gegen die Abtrünnigen vorging, ist bekannt. R. mußte also für sein weiteres Fortkommen seine Blicke auf Deutschland richten, und so entschloß er sich, in Göttingen als Privatdocent aufzutreten. Er las nun daselbst deutsche Rechtsgeschichte, über den Sachsen- und Schwabenspiegel und über Landwirthschaftsrecht. Zu gleicher Zeit arbeitete er an der Fortsetzung seiner Rechtsdenkmäler aus Böhmen und Mähren, deren zweiter Band unter dem Titel: „Die Stadtrechte von Brünn aus dem XIII. und XIV. Jahrhunderte nach bisher ungedruckten Handschriften“ (Prag 1852, Tempsky, 8°.) erschien, welchem eine für die Geschichte der deutschen Colonisation in den östlichen Grenzländern wichtige Einleitung vorausgeht. R. hoffte für seine wissenschaftliche Thätigkeit einen materiellen Erfolg, eine seine Zukunft sichernde Anstellung – vergeblich. Nicht genug, daß ihm sein eigenes politisches Verhalten nicht vergeben und vergessen wurde, zum Ueberflusse gesellte sich noch eine unglückliche Namensverwechslung mit dem Reichskanarienvogel Rösler, einem Schullehrer aus Oels, daher gemeiniglich Rösler von Oels genannt, hinzu. Diese Caricatur eines Parlamentsmitgliedes, zu dessen näherer Bezeichnung sein Zeichner, Herr von Boddien, die Worte hinzufügte: „singt wenig, spricht viel und lebt von Diäten“, für welche er als grimmigster Adelstödter und Vernichter aller Standesvorrechte sich lächerlich genug geberdete, konnte, ja mußte, wenn man aus Unkenntniß der Personen den gediegenen Rößler mit ihm verwechselte, Ersterem empfindlichen Nachtheil in der Beurtheilung zufügen. So unter den mißlichsten Verhältnissen, unter drückenden Sorgen für seine materielle Existenz, arbeitete R. auf seinem mit geringem Gehalte ausgestatteten Posten an der Göttinger Universitäts-Bibliothek, den er, wenn er nicht geradezu verhungern wollte, angenommen hatte. Seine Hoffnungen auf eine Professur in Göttingen [256] scheiterten, wenn nicht mehr an politischen Motiven, so an seiner katholischen Confession! So arbeitete der arme Gelehrte, im Umgange mit der Jugend voll Freundlichkeit und uneigennütziger Hingabe, in der Wirklichkeit darbend und oft das Nöthigste entbehrend. In diese Leidenszeit fällt die Herausgabe einer Schrift, für welche er in der Göttinger Bibliothek die reichsten, bisher unbeachtet gebliebenen Materialien aufgefunden und benützt hatte, und die unter dem Titel: „Die Gründung der Universität Göttingen. Eine Sammlung bisher ungedruckter Entwürfe, Berichte und Briefe von G. A. v. Münchhausen, J. L. v. Mosheim, Albert v. Haller, G. C. Röhmer und anderen Zeitgenossen. Zur Geschichte des deutschen wissenschaftlichen Lebens im XVIII. Jahrhunderte“ (Göttingen 1855, 8°.) erschien. „Wer Rößler in[WS 1] Göttingen“, schreibt einer seiner Biographen, „mit seinen Freunden in der munteren liebenswürdigen Art, die ihm eigen war, verkehren sah, konnte glauben, daß er die Trostlosigkeit seiner Lage nicht begreife, nur, wer ihn näher kennen lernte, überzeugte sich bald, daß hinter dem scheinbaren Frohsinn eine trübe, melancholische Stimmung sich barg, die in einsamen Stunden die Herrschaft über ihn gewann“. Während seines Aufenthaltes in Göttingen trug sich R. auch mit dem Plane einer Herausgabe der noch ungedruckten Werke von Leibnitz. R. hatte nämlich auf der Bibliothek in Hannover eine Fülle von Briefen, Denkschriften und Actenstücken, die einen wahren Schatz für die Geschichte des wissenschaftlichen Lebens in Deutschland zur Zeit des großen Philosophen enthielten, aufgefunden. Ein Fragment dieser Forschungen veröffentlichte Rößler in den Sitzungsberichten der kaiserlichen Akademie der Wissenschaften phil. hist. Classe in Wien unter dem Titel: „Beiträge zur Staatsgeschichte Oesterreichs aus G. W. von Leibnitz’schen Nachlasse in Hannover“ (Bd. XX, S. 267–289); nebenbei gesagt, hatte R. in denselben Sitzungsberichten schon früher eine Mittheilung über das österreichische Landrecht (Bd. XI, S. 549 u. f.) drucken lassen. R. hatte bereits den Plan zur Herausgabe der werthvollsten Stücke entworfen, viel Aufwand von Zeit und Geld an eine Menge von Abschriften gewendet, die schwerleserlichen Concepte des großen Philosophen genau durchstudirt und erklärende Noten beigefügt; aber es fand sich kein Verleger für diese Arbeit, an eine Geldunterstützung von irgend einer Seite war auch nicht zu denken. Da kam ein französischer Gelehrter –Foucher de Careil dürfte es sein – der sich mit höchsten Orts ihm gemachten Zugeständnissen zur Herausgabe der Schriften von Leibnitz auswies, und R., um seine mühevolle Arbeit doch einigermaßen zu verwerthen, verkaufte dieselbe um ein Geringes dem Franzosen, der nicht nur die sonderbare Entdeckung machte, daß Leibnitz ein Slave von Abstammung sei! sondern nachdem er mit Rößler’s Vorarbeiten Preise gewann, auch nicht an einer Stelle des Mannes gedachte, dem er dieses Material verdankte. Um nun doch einigermaßen seine drückende Lage zu verbessern, nahm R. im Frühjahre 1858 die Stelle eines zweiten Bibliothekars an der Universität zu Erlangen in Bayern an, welche noch immer dürftig genug, aber R. geeignet schien, ihn aus den drückendsten Lebenssorgen zu befreien. R. übersiedelte dahin und begann nun auch da mit Lust und Liebe zu arbeiten. Aber mit unzureichenden Mitteln läßt sich in ein Chaos, wenn man selbst die Arbeitskraft eines Riesen besitzt, keine [257] Ordnung bringen. – Herausgeber dieses Lexikons weiß selbst davon ein traurig Lied zu singen. – Rößler wurde so unverschuldet zur Zielscheibe ungerechtfertigter Anklagen und Zumuthungen. Ueberdieß erwarb er sich aber ein großes Verdienst durch die Auffindung eines ungemein reichen Schatzes alter Handzeichnungen, Holzschnitte und Kupferstiche, den man kurz vorher um eine Kleinigkeit hatte veräußern wollen. Er zuerst erkannte den Werth derselben, ordnete und reinigte die Blätter und bildete so die Sammlung, welche jetzt den größten Schatz der Erlanger Bibliothek ausmacht. Nach seinem Tode gab die Universität dem im Leben von ihr Verkleinerten das ehrenvolle Zeugniß, „daß erst durch ihn der Werth der Sammlung vollständig anschaulich geworden. Ohne seine zum Theile wahrhaft aufopfernde Thätigkeit würde es zum mindesten noch Jahre bedurft haben, um die Sammlung zu dem zu machen, was sie jetzt ist“. Noch entdeckte er während seines Aufenthaltes in Erlangen einen anderen, nicht minder wichtigen Schatz, der namentlich für die Geschichte des späteren Mittelalters von hoher Bedeutung ist. Derselbe bestand im Scheurl’schen Familien-Archive, durch welchen der Wissenschaft und namentlich ihren Forschern erwiesenen Dienst sich jedoch seine materiellen Verhältnisse nicht im mindesten besserten. Endlich aber schien ihm doch die Sonne des Glücks zu lächeln. Durch Vermittelung seines Freundes Max Dunker berief ihn im Jahre 1862 der Fürst von Hohenzollern-Sigmaringen unter gleichzeitiger Verleihung des Hofrathstitels als Bibliothekar nach Sigmaringen. R. folgte diesem Rufe, der ihn auch in materieller Beziehung so anständig stellte, daß er auf eine gesicherte Zukunft hoffen durfte. R. übersiedelte sofort mit Familie – denn er hatte sich im September 1859 in München mit der Tochter eines höher gestellten kön. Beamten vermält – an seinen neuen Bestimmungsort, wo er mit Energie an seine neue Arbeit ging. Er gewann bald das Vertrauen des Fürsten, der ihm, nachdem er seine Fähigkeiten und seine ganze Tüchtigkeit kennen gelernt, auch die Aufsicht über sein Archiv in Aussicht stellte. Aber dieser Sonnenstrahl des Glückes scheint denn R. doch bereits zu spät getroffen zu haben. Mitten in seinen anstrengenden, ihm doch lieb gewordenen Arbeiten, mitten in seinem Familienglücke befiel ihn oft der tiefste Trübsinn, der ihn dann so gefesselt hielt, daß er auch nicht zusammenhängend zu sprechen im Stande war. Da entfernte er sich eines Tages, es war der 5. September 1863, ohne von Jemand sich zu verabschieden, schweigend vom Hause und schlug den Weg nach einem unfern von Sigmaringen gelegenen Wäldchen ein. Er kam Nachts nicht heim und am nächsten Morgen wurde der bereits überall Gesuchte todt nach Hause gebracht. Nachdem er an mehreren Stichwunden, die er sich selbst beigebracht, sich verblutet, war seine Leiche im Walde aufgefunden worden. Die Hauptwerke seiner schriftstellerischen Thätigkeit sind im Laufe der Lebensskizze bereits geschildert worden. Der Vollständigkeit halber seien noch angeführt eine von ihm für die Fontes rerum Austriacarum“ vollendete „Notitia bonorum ecclesiae Frisingensis“, deren schon Chmel in den Sitzungsberichten der kais. Akademie der Wissenschaften, Bd. I, S. 50, gedachte. Ferner brachte die von Dr. Wessely herausgegebene Zeitschrift „Themis“ im VII. Hefte der Neuen Folge, S. 87 bis 128, seine „Abhandlung über das Erbrecht [258] und die Erbfolge des Bauernstandes“, und im VIII. Hefte, S. 79–132, eine „Darstellung der vorbestandenen und gegenwärtigen bürgerlichen Gerichtsstellen und der sogenannten Nebenrechte Prags“. Dem Verein für Geschichte der Deutschen in Böhmen hatte er ein Jahr vor seinem Tode einen großen Theil seiner Bücher, Urkunden und Chroniken, im ganzen 377 Bände, darunter 42 Fascikel-Manuscripte, zum Geschenke gemacht. R. war Mitglied der kön. böhmischen Gesellschaft der Wissenschaften. Einige Monate nach seinem Tode wurde auf seinem Geburtshause in Brüx eine Gedenktafel angebracht mit der Inschrift: „In diesem Hause wurde Dr. Emil Rößler, deutscher Rechtshistoriker und Alterthumsforscher, am 5. Juni 1815 geboren“. Aus seiner Ehe hinterließ R. einen Sohn. Die in das deutsche Parlaments-Album geschriebenen Worte: „Wahr und erprobt steht in allen Verhältnissen das altdeutsche Sprichwort fest: „Friede ernährt – Unfriede verzehrt!“ Frankfurt a. M. 24. Februar 1849“, rühren jedoch nicht von ihm, sondern von dem Gymnasiallehrer Adolph R. her, der gleichfalls Abgeordneter des Frankfurter Parlaments war. Unser Rößler ist mit keinem Autograph in diesem Album vertreten.

Süddeutsche Zeitung (Frankfurt n. M.) 1864. Nr. 5, 7, 9, im Feuilleton: „Nekrolog“ von Wattenbach. – Allgemeine österreichische Gerichtszeitung (Wien, 4°.) im Jahrg. 1864, von Prof. Dr. Wahlberg. – Allgemeine Zeitung (Augsburg, Cotta, 4°.) 1864, Beilage Nr. 55. – Mittheilungen des Vereins für Geschichte der Deutschen in Böhmen. Redigirt von A. Schmalfuß (Prag, gr. 8°.) II. Jahrg. Fünftes Heft, S. 135: „Biographische Skizze“ von A. S(chmalfuß). – Wiener Abendpost (Abendblatt der amtl. Wiener Zeitung) 1863, Nr. 140, S. 567. – Springer (Ant.), Geschichte Oesterreichs seit dem Wiener Frieden 1809 (Leipzig 1864 u. 1865, Hirzel, gr. 8°.) Bd. II, S. 690. – Laube (Heinrich), Das erste deutsche Parlament (Leipzig 1849, Weidmann), Bd. III, S. 19.

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Vorlage: in in.