BLKÖ:Taufferer, Innocenz von

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
Band: 43 (1881), ab Seite: 136. (Quelle)
[[| bei Wikisource]]
in der Wikipedia
GND-Eintrag: [1], SeeAlso
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Linkvorlage für Wikipedia 
* {{BLKÖ|Taufferer, Innocenz von|43|136|}}

2. Innocenz von Taufferer (geb. zu Weixelbach in Unterkrain am 19. Jänner 1722, gest. 14. Jänner 1794) trat im Alter von 16 Jahren in den Orden der Gesellschaft Jesu ein und wurde 1752 zum Priester geweiht. Später im Lehramte verwendet, unterrichtete er seit 1753 in der Theresianischen Ritterakademie zu Wien mehrere Jahre in den Humanitätsclassen, trug dann seit 1758 in Laibach durch zwei Jahre Philosophie, in der Folge Moraltheologie vor, zugleich als Gymnasialpräfect daselbst fungirend. Nach Aufhebung des Ordens 1773 trat er in den Weltpriesterstand, behielt aber seine Präfectenstelle bei. Seit 1775 führte er die Aufsicht über die durch die Ackerbaugesellschaft begründete und durch den Büchervorrath mehrerer aufgehobener Klöster vermehrte Bibliothek, wurde Erzpriester des erzbischöflichen Görzer Kirchensprengels in Krain und Beisitzer der Milden-Stiftungs-, Studien- und Normalschulen-Commission. 1792, nachdem er 33 Jahre das Präfectenamt bekleidet hatte, wurde er jubilirt. Zwei Jahre später starb er im Alter von 72 Jahren. Anonym erschien von ihm ein „Compendium Ritualis Labacensis, latine, carniolice et germanice cum assistentia [137] moribundorum“ (Labaci 1772, Eger, 12°.). Auch verfaßte er 1788 zwei Landkarten über die Eintheilung der Laibacher Erzdiöcese. [Paul Jos. Šafařík’s Geschichte der südslavischen Literatur. Aus dessen handschriftlichem Nachlasse herausgegeben von Jos. Jireček (Prag 1864, Friedr. Tempsky, 8°.). I. Slovenisches und glagolitisches Schriftthum, S. 25, 111 und 118.] –