BLKÖ:Theodosij (Mönch)

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Theone
Band: 44 (1882), ab Seite: 207. (Quelle)
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Theodosij (Mönch im Kloster Chilandar auf dem h. Berge Athos, geb. unweit Lipavnina in Slavonien, Geburtsjahr unbekannt, gest. zu Chilandar um 1796[WS 1]). Ueber das Leben dieses schreibseligen Mönches konnte Šáfařik, dem wir die ersten und einzigen Nachrichten über denselben verdanken, nichts Näheres erfahren. Šáfařik selbst verdankt diese Kunde auch nur den sehr dürftigen Mittheilungen, welche der Pivaer Archimandrit und Chilandarer Prohegumen Arsenije Gagović im Jahre 1803 dem berühmten Erzbischofe und Metropoliten von Karlovic Stephan Stratimirovic von Kulpin machte, dessen dieses Lexikon im XXXIX. Bande, S. 309, gedenkt. Theodosij soll sein ganzes langes Leben in Chilandar mit Bücherschreiben zugebracht haben. Doch ist von Allem, was er schrieb, wenig bekannt, und in der Metropolitanbibliothek zu Karlovic befindet sich nur sein handschriftlicher Foliocodex, betitelt: „Das Leben des h. Sava, verfaßt von dem chilandarischen Hieromonachen Theodosija nebst dem aus Dometijan ausgezogenen Leben des h. Simeon geschrieben im Kloster Chilandar im Jahre 7288 und nach Chr. G. 1780“, 174 Blätter auf Papier, in Folio; das Leben des h. Sava umfaßt in dieser Handschrift 102 Folioblätter und eine auf Befehl des Erzbischofs und Metropoliten Paul Nenadovich gemachte Abschrift dieses Werkes, 181 Bl. in 4°., ist gleichfalls in der Metropolitanbibliothek zu Karlovic vorhanden. Dem Leben Sava’s folgt in der obigen Handschrift auf Bl. 103 bis 117 eine Lobrede auf den h. Sava von Theodosij und dann auf Bl. 117 bis 174 das Leben des h. Simeon, ein aus dem Werke des Dometijan von Theodosij verfaßter Auszug, über dessen Verballhornung und Verstümmelung sich Šáfařik in dem unten angegebenen Werke ausführlich ausläßt. Im Druck aber ist von Theodosij nur erschienen: eine Sammlung von achtstimmigen Canonen zu Ehren der Hl. Simeon und Sava, deren Herausgabe der Chilandarer Prohegumen Timotei unter dem Titel: „Kanony na osm glasov sv. Symeonu i svjatytelju Savy“ (Vened. 1776, 4°., 112 S.), veranstaltet hat.

Šáfařik (Paul Joseph). Geschichte der südslavischen Literatur, Aus dessen handschriftlichem Nachlasse herausgegeben von Joseph Jireček (Prag 1865, Friedrich Tempsky, 8°.). III. Das serbische Schriftthum, S. 232, Nr. 182 und 183, S. 307, Nr. 82.

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Todesjahr irrig. Lebensdaten: 1246–1328.