BLKÖ:Thurn-Taxis, Egon

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
Band: 45 (1882), ab Seite: 71. (Quelle)
[[| bei Wikisource]]
in der Wikipedia
GND-Eintrag: [1], SeeAlso
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Linkvorlage für Wikipedia 
* {{BLKÖ|Thurn-Taxis, Egon|45|71|}}

7. Egon (geb. 17. November 1832), ein Sohn des Fürsten Maximilian Karl aus dessen erster Ehe mit Wilhelmine geborenen von Dörnberg, trat in jungen Jahren in die kaiserliche Armee, wurde bereits 1859 ältester zweiter Rittmeister im 8. Dragoner-Regimente Großherzog von Toscana, in welchem er 1864 mit Auszeichnung gegen die Dänen kämpfte, wofür er die ah. Belobung erhielt. Im Feldzuge 1866 gegen Preußen befand er sich als Oberstlieutenant im 8. Uhlanen-Regimente, das in der Brigade des Generalmajors Prinzen Solms bei der ersten Reserve-Cavallerie-Division Generalmajor Prinz Holstein-Glücksburg eingetheilt war. Zwei Escadrons mit dem Obersten Heinrich Grafen Wurmbrand und dem Prinzen Egon Thurn-Taxis an ihrer Spitze bestanden am 27. Juni bei Cervena Hura mit vierthalb feindlichen Escadrons ein heftiges Gefecht, in welchem unsere Uhlanen die preußische Fronte durchbrachen; nun aber schwenkten die feindlichen Flügelescadrons ein und umzingelten die Uhlanen, die sich nach einem tapferen Handgemenge und mit ansehnlichem Verluste an Officieren und Mannschaften durchschlagen mußten. Fürst Egon vermälte sich im Jahre 1871 auf Schloß Etska im Banat mit Victorina Johanna verwitweten General Lázár, geborenen Edelspacher-Gyaresi, welche auf ihrer Besitzung am 15. März 1874, nachdem sie im siebenten Monate ihrer Schwangerschaft mit Zwillingen niedergekommen. am Kindbettfieber starb. Fürst Egon ist zur Zeit Oberstlieutenant in der Reserve im Huszaren-Regiment Franz Fürst Liechtenstein. [Thürheim (Andreas Graf). Gedenkblätter aus der Kriegsgeschichte der k. k. österreichischen Armee (Wien und Teschen 1880, Prochaska, gr. 8°.) Bd. Il, S. 217 unterm Jahr 1864; S. 329 unterm Jahr 1866.] –