BLKÖ:Wagensperg, Siegmund Rudolph

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 52 (1885), ab Seite: 79. (Quelle)
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16. Siegmund Rudolph (geb. 1674, gest. 19. September 1734), ein Sohn des Grafen Johann Balthasar aus dessen erster Ehe mit Juliana Elisabeth Gräfin Dietrichstein, wohl der vornehmste und um seine Familie verdienteste Sproß des Wagensperg’schen Geschlechts. Er war kaiserlicher Kämmerer, Hofkammerrath, ständischer[WS 1] Verordneter in Steiermark,. Oberst, Proviantmeister und geheimer Rath. Nach dem Tode des Landeshauptmanns Karl Weikard Grafen von Breuner (gest. 11. December 1729) wurde er zum Landesverweser in Steiermark und von Kaiser Karl VI. „in Erwägung seiner ansehnlichen Qualitäten, Vernunft und Experienz in diesen und anderen Landessachen“ ddo. Wien 11. October 1730 zu Breuner’s Nachfolger ernannt und noch am 22. November desselben Jahres als solcher feierlich installirt. Aus dem „Wiener Diarium“ 1730, Nr. 95 erhalten wir Aufschluß über die ansehnliche Stellung des Grafen Wagensperg Freiherrn von Sannegg, der „Herr der Herrschaften Ober-Voitsberg. Greissenegg, Kainach. Rabenstein, Brunnsee, Rabenhof und Weitersfeld, Oberst-Erblandmarschall in Kärnthen, der kaiserlichen Majestät wirklicher geheimer Rath, Kämmerer, Hauptmann und Vicedom der Grafschaft Cilli, innerösterreichischer Commercii Präses, auch in Weg-Reparations- und Conservations-Sachen verordneter Oberdirector und Inspector“ war. Er beerbte seinen Bruder Franz Anton, Bischof von Chiemsee, und stiftete das Wagensperg’sche Fideicommiß. Schmutz in seinem historisch-topographischen Lexikon von Steiermark bezeichnet ihn auch als einen Wohlthäter der Kirche zu Maria Trost, womit wohl die etwas über eine Stunde von Gratz entfernte, zur Herrschaft Kainbach gehörige Kirche gemeint sein wird. Der Graf starb im Alter von 60 Jahren, aus seiner ersten Ehe mit M. Aloisia Zollner Freiin von Maissenberg nur eine Tochter M. Aloisia hinterlassend, welche sich 1725 mit Max Ludwig Grafen Saurau vermälte. Graf Siegmund Rudolph war seiner zweiten Gattin Maria Theresia Gräfin von Lengheim vierter Gemal.

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Vorlage: ständidischer.