RE:Κορακαί

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band XI,2 (1922), Sp. 13701371
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Κορακαί, Ort Magnesias am Pagasäischen Busen, bei Skylax 65 zwischen Methone (bei Kalanera?) und Spalauthra (bei Chortos?) aufgezählt. Der Name bei Skylax, den Georgiades Θεσσαλία² 113/4, H. Kiepert FOA XV und Wace Journ. hell. stud. 1906, 152f. mit Korope gleichsetzen wollen, ist gesichert durch eine alte Sage, die den Ort am Busen von Pagasai erwähnt, Zenobius cent. III 87. Eust. Od. XIII 408 p. 1746, 61f. = FHG II p. 188 nr. 280. Diels-Schubart Didymoskom. zu Demosth. p. 57 col. 12, 25. p. 55 Fußnote. Mezières Arch. d. miss. scientif. III 1854, 178 verlegt den Ort an den nördlich von Liphokastro stehenden byzantinischen Turm, für den er den Namen Κόρακαι = πύργος angibt (Karte: Κορακόπυργος). Doch hat dieser für alte Türme gebräuchliche Name nichts mit dem antiken Namen zu tun (Bursian Geogr. v. Griech. I 101, 5). Überdies nennt man ihn an Ort und Stelle einfach nur Παλαιόπυργος, Lolling Ath. Mitt. VII 70, 1. Hellenische Reste finden sich dort nicht, außer ionischen Kapitellen in umliegenden Ruinen byzantinischer Kirchen, Georgiades a. O. Die genaue Lage ist also unbekannt. K. wird unter den nach Demetrias einverleibten [1371] Orten nicht aufgezählt, Kip Thessal. Stud. 83. Arvanitopullos Πρακτικά 1910, 223f. will in den 360 v. Chr. in Delphi genannten Μάγνητες Κροκαῖοι Syll.³ p. 354 nr. 239 E 36. Bourguet Bull. Hell. 1903 p. 22 Z. 36. p. 25 das Ethnikon für K. sehen.