RE:Constantia 15

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band IV,1 (1900), Sp. 959
Pauly-Wissowa IV,1, 0959.jpg
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15) Tochter des Kaisers Constantius II. und seiner dritten Frau Faustina, geboren nach dem Tode ihres Vaters, Ende 361 oder Anfang 362 (Ammian. XXI 15, 6), befand sich 365 in Constantinopel, wo der Usurpator Procopius sich oft mit dem Kinde auf dem Arme den Soldaten zeigte, um diese durch das Andenken des verstorbenen Kaisers für sich zu gewinnen (Ammian. XXVI 7, 10). Auch im Kriege gegen Valens musste sie das Heer begleiten (Ammian. XXVI 9, 3). Als zwölfjährige wurde sie 374 nach Gallien geschickt, um dem jungen Kaiser Gratian vermählt zu werden, aber unterwegs beinahe von den Quaden gefangen (Ammian. XXIX 6, 7; vgl. XXI 15, 6). Schon vor dem J. 379 gebar sie einen Sohn (August. de civ. dei V 25), starb aber nicht sehr lange darauf, da ihr Gemahl sich kurz vor seinem Tode (383) zum zweitenmal vermählte (s. Laeta). Am 12. September 383 wurde der Leichnam der C. nach Constantinopel gebracht (Mommsen Chron. min. I 244). Erwähnt bei Joh. Chrys. ad vid. iun. 4 = Migne G. 48, 605.