RE:Contrebia 1

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
korrigiert  
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Band IV,1 (1900), Sp. 1163
Linkvorlage für WP   
* {{RE|IV,1|1163||Contrebia 1|[[REAutor]]|RE:Contrebia 1}}        

Contrebia. 1) Caput gentis Celtiberorum (nach Liv. bei Valer. Max. VII 4, 5), südöstlich von Saragossa. Ihre Eroberung durch den Praetor Q. Fulvius Flaccus erzählt ausführlich nach Polybios und römischen Annalen Livius (XL 33, 1–4); die Truppen sind von Aebura (s. d.) durch Carpetanien dahin gelangt. Vielfache Kämpfe um C. hatte dann Q. Caecilius Metellus Macedonicus im J. 612 = 142 v. Chr., von denen nach Livius Velleius (II 5, 2), Valerius Maximus (II 7, 10. VII 4 ext. 5), Florus (133,10; vgl. Ampel. 18, 14. Victor de vir. ill. 61, 4) berichten. Wenn die in den Excerpten aus Diodor (XXXIII 24) erwähnte Stadt Κόντοβρις im Land der Lusitaner oder Keltiberer, wie wahrscheinlich, C. ist und der ihnen gegenüberstehende römische Consul (ὕπατος) Ἰούνιος Decimus Brutus (im J. 616 = 138 v. Chr.), so ist sie nachher wieder unabhängig geworden; ihre drohende Antwort gleicht übrigens der von Complega (s. d.) gegebenen (Appian. Hisp. 42). Nachher wird die Stadt von Sertorius mit grossen Verlusten nach 44tägiger Belagerung erobert; er zieht von da an den Hiberus und schlägt sein Lager auf bei dem oppidum, quod Castra Aelia vocatur (Liv. frg. 1. XCI). Auch die weiteren Bewegungen des Sertorius sprechen dafür, C.s Lage etwas südlich von Bilbilis, im Thal des Jiloca, nördlich von Albarracin, anzusetzen. Es lag an der nur beim Geogr. Rav. verzeichneten Strasse von Caesaraugusta nach Leonica (s. d.) und wahrscheinlich Libisosa (310, 5. 12; an der zweiten Stelle Trebia), zu der wohl auch der Meilenstein des Tiberius von Montizon, südlich von Libisosa, gehört (CIL II 4935). Der Name scheint keltisch zu sein (vgl. den deus Contrebis auf britannischen Inschriften CIL VII 284. 290). Die Münzen mit den iberischen Aufschriften qnthrpa – carpca (Mon. ling. Iber. nr. 100. 103) werden mit grosser Wahrscheinlichkeit Contrebia (Carpetanorum?) zugeteilt.

Nachträge und Berichtigungen

Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
fertig  
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Band S III (1918), Sp. 257
Linkvorlage für WP   
* {{RE|S III|257||Contrebia 1|[[REAutor]]|RE:Contrebia 1}}        
[Abschnitt korrekturlesen]
S. 1163, 20 zum Art. Contrebia:

Nach Holder s. v. = Con-treb-ia ,συν–οικ–ία‘ zu altir. treb, cym. treb, tref ,vicus‘.