RE:Cornelius 391

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band IV,1 (1900), Sp. 1522
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391) Faustus Cornelius Sulla Felix, a) Name. Faustus Cornelius Sulla Felix Acta Arv. CIL III p. 844 dipl. I; Cornelius Faustus Sulla Zonar. XI 9 p. 30 Dind.; [Faustus Cor]nelius Sulla CIL VI 2040, 17 Acta Arv.; Faustus Cornelius Ephem. epigr. I 176; ... Cornelius Sulla tab. cer. IV; Cornelius Sulla Tac. ann. XIII 23. 47; Faustus Sulla Tac. XII 52. Suet. Claud. 27; sonst Sulla. b) Leben. Sohn des Faustus Sulla cos. 31 (Nr. 378), Bruder der (Valeria) Messalina, der Gattin des Kaisers Claudius (Zonar. a. a. O.), d. h. wohl Halbbruder von derselben Mutter, Domitia Lepida (doch vgl. Nr. 378). Ungefähr im J. 47 heiratete der nobilissimus iuvenis Antonia, die Tochter des Kaisers Claudius (Suet. Claud. 27. Tac. ann. XIII 23. Zonar. a. a. O.; vgl. o. Bd. III S. 2801), Claudius verlieh ihm den Consulat für das ganze J. 52; er hatte zuerst L. Salvius Otho Titianus (CIL IV Suppl. p. 283 tab. cer. IV [vgl. III] vom 31. März; Ephem. epigr. I 176 vom 10. April, vgl. die Fasten), dann Barea Soranus (s. o. Bd. III S. 12f.), endlich L. Salvidienus Rufus Salvianus (CIL III p. 844 dipl. I vom 11. December) zu Collegen. Er gehörte dem Colleg der Arvalbrüder an, dessen Acten ihn in den J. 55, 57 und 58 als anwesend nennen (CIL VI 2037 = 32 352. 2039. 2040 = 32 353). Vor Nero, dessen Misstrauen er durch seine Abkunft und Heirat erregte, wurde er bereits im J. 55 verleumdet, diesmal noch ohne Erfolg (Tac. XIII 23). Dagegen führte die Anklage, die der kaiserliche Freigelassene Graptus wegen angeblichen Attentatsversuches gegen ihn erhob, im J. 58 zu seiner Verbannung nach Massilia (Tac. XIII 47; vor dem 19. Mai 58, da er seitdem in den Arvalacten nicht mehr genannt wird, vgl. CIL VI 2041). Dort wurde er im J. 62 auf Neros Befehl getötet (Tac. XIV 57. 59). Antonia hatte dem C. noch unter Claudius einen Sohn geboren (Zonar. a. a. O.; vgl. Suet. Claud. 12), der das Kindesalter nicht überlebt haben dürfte. C. war schlaff und energielos (Tac. XIII 47. XIV 57), wenigstens in der Zeit seiner Verbannung auch unbemittelt (Tac. XIV 57).