RE:Cornificius 5

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band IV,1 (1900), Sp. 1623–1624
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5) L. Cornificius, als L. f. (Dio XLIX ind.; vielleicht ist in einem SC. de Aphrodis. [Λευκίου Κορνουφικί]ου Λευκίου υἱοῦ als Name des einen Consuls zu ergänzen, vgl. Viereck Sermo Graecus p. VII add. ad n. XIX) wohl Sohn von Nr. 4. Im J. 711 = 43 klagte er auf Veranlassung Octavians den abwesenden M. Brutus wegen der Ermordung Caesars an (Plut. Brut. 27, 2). Im Kriege Octavians gegen Sex. Pompeius war er Flottencommandant; Anfang 716 = 38 führte er die Flotte von Ravenna nach Tarent (Appian. bell. civ. V 80), wo Octavian selbst den Oberbefehl übernahm. In der Meerenge von Messina wurden die Schiffe plötzlich von denen des feindlichen Admirals Demochares angegriffen und kamen in die höchste Bedrängnis, bis C. ohne Befehl seinerseits zum Angriff vorging und sogar das feindliche Admiralschiff nahm (Appian. V 86). Noch grössere Verdienste erwarb er sich 718 = 36; er erhielt damals den Befehl über die bei Tauromenion ans Land gesetzten drei Legionen, die von jeder Verbindung abgeschnitten in der gefährlichsten Lage waren, und durch einen kühnen [1624] Marsch quer über die Nordostspitze Siciliens führte er sie unter grossen Strapazen glücklich an die Nordküste, wo sie sich mit dem Heere Agrippas vereinigten und damit gerettet waren (Appian. V 111–115. Dio XLIX 5, 4–7, 5. Vell. II 79, 4; vgl. Gardthausen Augustus I 270ff.). Er erhielt die Auszeichnung, dass er in Rom von Mahlzeiten auf einem Elefanten heimreiten durfte (Dio XLIX 7, 6; vgl. Gardthausen a. O. I 284), und das Consulat für das folgende J. 719 = 35 (Chronogr. Idat. Chron. Pasch. Cassiod. Dio XLIX ind. 18, 6. 33, 1). Später war er Statthalter von Africa und triumphierte ex Africa, III. Non. Dec. jedenfalls des J. 722 = 32 (Tab. triumph. Barberin. mit Commentar CIL I² p. 77f.). Auf Veranlassung des Augustus erneuerte er den alten Tempel der Diana auf dem Aventin, der seitdem nach ihm benannt wurde (Suet. Aug. 29; ein aedituus Dianae Cornif(iciae) CIL VI 4305; Grundriss des Tempels mit Beischrift: Cornificia Forma urbis frg. 2 Jord. = CIL VI 29844, 2; vgl. noch Gardthausen a. O. I 983. II 596, 8).

Nachträge und Berichtigungen

Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band S III (1918), Sp. 261
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[Abschnitt korrekturlesen]
S. 1605ff. zum Art. Cornificius:

5) Eine Ehreninschrift aus Pergamon für einen Λεύκιος Κορνιφίκιος Λευκίου υἱός gilt wahrscheinlich desem C., obgleich bisher von seiner Tätigkeit in Kleinasien nichts bekannt war (Athen. Mitt. XXXII 319).