RE:Herminius

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band VIII,1 (1912), Sp. 833
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Herminius, Name etruskischen Ursprungs, woran die Einführung eines erfundenen Etruskers H. bei Verg. Aen. XI 642 und die Erklärung des von Nr. 1 geführten Praenomens Lar als etruskisch beim Auct. de praen. 4 noch eine deutliche Erinnerung zeigt (vgl. Müller-Deecke Die Etrusker I 489. W. Schulze Zur Gesch. lateinischer Eigennamen 173). In Rom findet sich der Name nur je einmal nach dem Sturz der Könige und dem der Decemvirn in den Consularfasten; die Hss. geben dabei vielfach die Form Hermenius. Sonst führt nur noch Sil. Ital. V 580 einen H. als Fischer am Trasimenischen See ein, also auch wieder in Etrurien. Bereits Haakh in der alten Realencyklopädie hielt die Herminii für ein zugleich mit den Larciern nach Rom eingewandertes etruskisches Geschlecht, Ähnlich wie jetzt W. Schulze.