RE:Korassiai

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band XI,2 (1922), Sp. 1377–1378
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Korassiai (Κορασσίαι, αἱ, Strab. X 488. Plin. n. h. IV 70 Corassiae. V 135 Corseae); Κορσεαί (Hecat. Steph. Byz.); Κορσία (Herodian. Steph. Byz. Stad. m. m. 283 ἡ Κορσία; 284 αἱ Κορσίαι); Κορσίαι (a. a. O. 284. Strab. XIV 636. Agathem. 18). Geogr. Rav. 5, 21 Curre, kleine Inseln [1378] zwischen dem Vorgebirge Amazonion von Patmos (Abstand fälschlich im Stadiasm. auf 400 Stadien angegeben, von C. Müller a. a. O. in 100 verbessert) und der Insel Samos. Jetzt Φοῦρνοι von den backofenähnlichen Höhlungen in den Küstenfelsen. Der antike Name dieser Inselchen an der karischen Küste erinnert an Κορησσία (Κορησία), s. d., und die Endung -ασσος, -ησσος an viele karische (kleinasiatische) [[[August Fick|Fick]] Vorgriech. Ortsnamen 54] Namen. Der spätere Name ist wohl aus volkstümlicher Anlehnung an ἡ κόρση ὡς οἷα κεφαλή τις (Eustath. Hom. 333, 28) entstanden. Rayet-Thomas Milet et le Golfe Latmique II 70. Die Inschriften an den wenigen Resten des Altertums (beim jetzigen Dorf) abzuklatschen, ist weder Th. Bent (Islands of the Aegean II 143f., s. Haussoullier Rev. phil. N. S. XXVI 1902, 141), noch mir möglich gewesen. Die Seegelegenheiten im Mittelmeerhandbuch V² 90f. Eine der K. im Altertum Μαράθη, Haussoullier a. a. O. 142.