RE:Loretum

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band XIII,2 (1927), Sp. 1443–1444
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Loretum, Örtlichkeit auf dem Aventin in Rom in der Nähe des Armilustrium s. o. Bd. II S. 1189), wie sich daraus ergibt, da das Grab des Titus Tatius bald an dieses bald in das L. verlegt wird (Varro l. l. V 152 und bei Serv. Aen. VIII 276. Fest. 310). Eigentlich waren es zwei L.‚ ein maius und ein minus; die kapitolinische Basis (Dess. 6073) erwähnt nach dem vicus loreti minoris den vicus armilustri und dann nach drei anderen den vicus loreti maioris. Im maius lag der Tempel des Vertumnus (Fasti Vall. zum 13. Aug.). Daß der Name den Lorbeerhain bezeichnet, wissen Dion. Hal. III 43, 1. Plin. n. h. XV 138, während Varro neben der richtigen Deutung (ab silva laurea, quod ea ibi excisa et aedificatus vicus, auch bei Sen.) den Namen in einen unsinnigen Zusammenhang mit den Laurentes [1444] bringt; hier ist nicht einmal der etymologische Zusammenhang ganz sicher (Kretschmer Glotta XIV 104). – O. Richter Topogr. 206. JordanHuelsen Topogr. I 3, 162.