RE:Sarra 3

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band II A,1 (1921), Sp. 49
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3) Nachrömische Schreibung des Namens der Saar (franz. la Sarre), zuerst wohl nachweisbar in einer Urkunde des J. 646 n. Chr. Gefälscht ist eine Urkunde vom J. 622, Pertz Dipl. spur. 18, I p. 135f. Auch die angebliche Inschrift, nach der Inschriftensammlung des Apianus ‚in lapide Treverim ex oppido Sarprugk allato‘ Caes(ar) Ro(mani) exer(citus) imp(erator) p(ater) p(atriae) s(enatus) c(onsulto) a(nte) u(rbis) Treve(rorum) ingressum h(is) castr(is) oder h(oc) castr(o) Sarrae flu(vii) pro mil(itum) custodia bienn(io) potitus est ist gelehrte, aber augenfällige Fälschung eines Humanisten um 1500. Brambach CIRh. spur. 52 p. 366. CIL XIII 408*. Das Castrum Sarrae dieser Fälschung hat man in dem oberhalb Saarburg (Bez. Trier) über der Saar hochgelegenen Dorf Castel finden wollen. vgl. Brower Annal. Trevir. I 114, auch z. B. Steininger Gesch. d. Trevirer 157f. mit Karte. Lackas Die Clause zu Castell³ 13–14. S. o. die Art. Sara und Saravus.