RE:Symmachos 30

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
fertig  
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Band IV A,1 (1931), Sp. [IV_A,1 1160]
Quintus Aurelius Memmius Symmachus in Wikisource
Quintus Aurelius Memmius Symmachus in der Wikipedia
GND: 104315148
Q631833 in Wikidata
Linkvorlage für WP   
* {{RE|IV A,1|1160||Symmachos 30|[[REAutor]]|RE:Symmachos 30}}        

30) Q. Aurelius Memmius Symmachus, Consul ordinarius im J. 485. Nach der Namenreihe, die durch die Unterschrift von Boëth. de trinit. und die Unterschrift von Macrob. somn. Scip. I beglaubigt ist (Usener Anecdoton Holderi 15. 28), könnte er Sohn oder Enkel des Vorhergehenden sein. Das erstere wird dadurch wahrscheinlich, daß nicht nur der Vater seiner Tochter, sondern auch ihr Großvater, das Consulat bekleidet hatten (Fulgent. epist. 2, 16, 32 = Migne L. 65, 321). Er war Patricius (Cassiod. var. I 23, 2. II 14. IV 6. 22, 3. 51. Anecd. Hold. 4. 15. Ennod. 405, 2. 452, 19. Greg. magn. dial. IV 13 = Migne L. 77, 340. Mommsen Chron. min. I 333. II 235, 525. III 307, 512. Lib. pontif. 55) und galt als Haupt des Senats von Rom (Anon. Vales. 15, 92: caput senati. Vgl. Procop. bell. Goth. I 1, 32. Ennod. 358, 2. Boëth. consol. I 4. II 3. Mommsen Gesamm. Schriften VI 428, 4), empfing daher vom König Theodorich wiederholt Aufträge, die zu ihrer Ausführung einer hoch geachteten Vertrauensperson bedurften (Cassiod. a. O.). Sein Schwiegersohn Boëthius preist ihn als Muster der Weisheit und aller Tugenden (consol. II 4). Er beschäftigte sich mit Philosophie, aber in christlichem Sinne, und verfaßte eine Römische Geschichte in sieben Büchern (Anecd. Hold. 4. Iord. Get. 15, 83. 88), in der er die Scriptores historiae Augustae ausschrieb (Mommsen Iordanes XXXIX). Nach der Unterschrift zum 1. Buch von Macrob. somn. Scip. hat er seine Handschrift desselben in Ravenna durchkorrigiert. Nachdem Boëthius hingerichtet war, fiel auch er im J. 525 dem Mißtrauen des Theodorich zum Opfer (Procop. bell. Goth. I 1, 32–39. Anon. Vales. 15, 92. Mommsen Chron. min. I 332. 333. II 235, 525. III 307, 512. Lib. pontif. 55). Doch gab Amalasuntha nach dem Tode ihres Vaters den Kindern des S. sein konfisziertes Vermögen zurück (Procop. bell. Goth. I 2, 5). Ihm wurden gewidmet Boëthius De trinitate und Priscian De figuris numerorum, De metris Terentii und Praeexercitamenta (Anecd. Hold. 27); an ihn gerichtet Cassiod. var. II 14. IV 6. 51. Ennod. 358, 452, 26. Avit. epist. 34.

Anmerkungen (Wikisource)

Siehe auch die Stammtafel bei Symmachos 14.