Seite:Lieder und Balladenbuch-Strodtmann-1862.djvu/228

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Fertig. Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle korrekturgelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.

 Ein Lebewohl.

Rinn, kaltes Bächlein, fort zum Meer
     Mit deiner Wellen Schimmer –
Nicht wall’ ich mehr bei dir einher
     Auf immer und auf immer.

5
Zieh sacht durch Wald und Wiesen quer

     Mit glitzerndem Geflimmer –
Nie wall’ ich mehr bei dir einher
     Auf immer und auf immer.

Hier seufzt um dich die Espe schwer

10
     Mit klagendem Gewimmer;

Der Bienen Heer summt um dich her
     Auf immer und auf immer.

Viel’ tausend Sonnen werden hehr
     Dich grüßen noch mit Schimmer –

15
Doch ich nicht mehr hier wall’ einher

     Auf immer und auf immer.