Topographia Bohemiae, Moraviae et Silesiae: Biela

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Topographia Germaniae
Biela (heute: Bělá pod Bezdězem)
<<<Vorheriger
Beurath
Nächster>>>
Bilkow
aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1650, S. 12.
Wikisource-logo.png [[| in Wikisource]]
Wikipedia-logo.png Bělá pod Bezdězem in der Wikipedia
Bearbeitungsstand
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du unter Hilfe
Link zur Indexseite


[12]
Biela.

Eine Stadt / nahend Jungen-Buntzel gelegen / so die Teutschen Weißwasser nennen / sampt einem Schloß / so beyde Anno 1421. Herrn Michaleczen gehörig gewesen / als sie von den Pragern eingenommen worden. Hernach im Jahr 1426. eroberten Theils der Taboriten diese Stadt / und erschlugen darinn alles was mannbar war / die Hauptleute hiengen sie bey den Füssen auff. Aber im Jahr 1431. fiel Hertzog Sigismund von Sachsen / mit seinem Volck in Böheim / grieff Biela an / erobert und verbrante das Schloß / neben vielen Dörffern. Boregk in der Böhmischen Chronik schreibet am 452. Blat von diesem also; Anno 1431. in dem neuen Zug der Teutschen / wider die Böhmen / zoge deß Chur-Fürsten von Sachsen Bruder Sigismundus auff die Stadt Bielen / welche etwan den Grafen zu Colditz zugehörig gewesen / an den Böhmischen Gräntzen / nicht weit von Graupen ligend / welches auch denselben Grafen weiland war zuständig gewesen / und belägerte dieselbe / und als er die Stadt / sampt den Bürgern eroberte / verbrante er das Schloß / darnach nahm er den Spitzberg ein / plünderte über hundert Dörffer / und steckte dieselbe an. Biß hieher Boregk. Es liget nahend bey Biela das Schloß und Städtlein Hauska / oder Houska / auff einem Berg.