Topographia Bohemiae, Moraviae et Silesiae: Weseli

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Topographia Germaniae
Weseli (heute: Veselí nad Moravou)
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aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1650, S. 112.
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Weseli.

Oder Mährisch Weseli / vom Bonfinio decad. 4. Rer. Ungar. lib. 2. Vezele genant. Es machet die Morava / Mahr / oder March / von der Stadt Ostrow an / unterschiedliche Insuln / und lauffet auch bey diesem Städtlein Weseli / mit 2. Aermen / oder Strömen; deren einer solches zu beyden Seiten umgibet; sonsten aber desselben Lager zwischen gemeldter Stadt Ostrow / und der Vestung Strasnitz / ist. Und liget gegen über die Mährische Stadt Bzenetz / bey welcher wieder eine andere Stadt / Namens Geyen / Böhmisch Kygow / an einem Wasser / so nach Goding laufft / gelegen ist; da herum es viel Weinwachs / auch / auff Causpitz zu / zu Braumowitz / einen grossen See hat. Aber wieder auff unser Weseli / so nahend den Ungarischen Gräntzen liget / zukommen / so gibt es daselbsten herum auch Weinwachs. Gerhardus de Roo sagt l. 8. fol. 309. Rer. Austriac. daß diesen Ort / den er Wessale nennet / König Matthias auß Ungarn Anno 1469. ohne grosse Mühe (Bonfinius hergegen schreibet / mit Gewalt) eingenommen habe; und seye Victorinus, sein Schwager / und deß Königs Görgen in Böheim Sohn / als er allhie belagert fliehen wolte / gefangen worden. In einer Relation stehet / daß Cadisch / Wessale / Ostree / und Schalitz / in Mähren / Anno 1621. der Ungar / durch die Käiserlichen / wären befreyet worden. Darunter sonder Zweiffel / Hradisch / diß Weseli / (so wie Wesseli außgesprochen wird) Ostrow / und Skalitz / werden zu verstehen seyn. Dann die Relationen / und neueste Schrifften / so genau nicht sehen.