Topographia Circuli Burgundici: Otmarsen

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Topographia Germaniae
Otmarsen (heute: Ootmarsum)
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aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1654, S. 106.
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[106] Otmarsen / auch ein Städtlein in OverIssel / 3. Meilen von Almeloa gelegen. Ist sehr alt / wann anders dem Trithemio zu glauben ist / welcher im Compendio I. volum. Chronicor. fol. 19. schreibet / daß zun Zeiten deß 25. Fränckischen Königs / deß Odemari, so Anno Christi 127. gestorben / und allhie begraben worden / der Francken Hoherpriester und Weissager / der Vechtanus, Königlichen Geschlechts / der Griechisch- und Lateinischen Sprach / des Himmels-Lauff / der Music / Artzney / und der Griechischen Philosophi wolerfahrner Mann / und Historienschreiber / in einem kleinen Wasser / so folgends nach ihm die Vecht genannt worden / ertruncken seye; über dessen Grab hernach der König Odemar eine neue Stadt / so noch an den Grentzen des Stiffts Utrecht verhanden / erbauet / und sie / nach seinem Namen / Odemarsheim genannt habe. Anno 1592. den 30. Julii / ergab sich dieses Städtlein Otmarsen an die Staaden. Anno 94. an die Spanier. Anno 97. wieder an die Staaden / die es folgends / nachdem es Spinola An. 1606. abermals eingenommen / wieder bekommen / und noch haben.