Topographia Electoratus Brandenburgici et Ducatus Pomeraniae: Meve

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Topographia Germaniae
Meve (heute: Gniew)
<<<Vorheriger
Memmel
Nächster>>>
Morung
aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1652, S. 39.
Wikisource-logo.png [[| in Wikisource]]
Wikipedia-logo.png Gniew in der Wikipedia
Bearbeitungsstand
korrigiert
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du unter Hilfe
Link zur Indexseite


[39]
Meve / Gniew / Gnevum,

Eine Stadt in Pommerellien / an dem Fluß Fers / oder Fersa, so da in die Weissel kompt. Es hat Fürst Mestowin der Ander in Hinder-Pommern / in der Güte das Schloß alhie dem Teutschen Orden geben; wie Daniel Cramer im 2. Buch der Pommerischen Chronick am 12. Cap. schreibet. Martin. Cromer. aber saget lib. 10. Rer. Pol. daß Mesciugus der Pommerische Hertzog / das Mevensisch- oder Gnevensische Gebieth / den Creutz-Herren geschenckt / in welchem Sie also balden ein Schloß erbauet hätten. Micraelius lib. 2. Pomer. sagt / daß der Orden zuvor in Pommern / umb Mewe / und Dirschow / eingefallen seye: Nachmals / da der Orden mit Hertzog Mestowin / wider uneinig / hätte der Hertzog / Fride zu erwerben / sich dahin bereden lassen / daß Er dem Orden das Schloß Meve / nebenst 15. Dörffern / übergeben. Also hätte der Orden erstlich einen Fuß in Pommern gesetzt. An. 1454 / hat die Stadt Meva / so mit andern sich vorher an die Cron Polen begeben / der Creutz-Herr. Kriegs-Volck / so von Conitz dahin gezogen / freywillig wider ergeben. An. 1463. haben die Polen / und Preussen. Meve oder Gnevum, wieder belagert / die Creutz-Herren aber solchen Orth tapfer beschützet / und doch endlich / im folgenden Jahr / Stadt und Schloß / den Polen auffgeben. An. 1596. ist die fürnehmste Kirche alhie / von den Römisch-Cathol. eingenommen worden. An. 1626. hat der König Gustav. Adolph. auß Schweden / Meve einbekommen / auch solche / als die Polen Sie wieder belagerten / mit der Polen grossem Verlust / entsetzet; welches Werck für eines der aller fürtrefflichsten / so je von einem Kriegshelden verrichtet werden können / gehalten worden. Ist itzt wider Polnisch.