Topographia Electoratus Brandenburgici et Ducatus Pomeraniae: Seehusen

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Topographia Germaniae
Seehusen (heute: Seehausen)
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aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1652, S. 93–94.
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[93]
Seehusen / Sehausen /

Ein Chur-Brandeburgische Stadt / an der Ucht / (andere sagen an der Alant,) in der Alten-Marck / nicht weit von Osterburg / und 12. Meilen von Magdeburg gelegen / deren Nahm so viel / als ein Hauß / und Wohnung / der Senonum [94] (al. Semnonum) bedeuten solle; als welche diese sehr alte Stadt 400. Jahr vor Christi Geburt sollen erbauet haben; wie Werdenhagen part. 3. de Reb. Hans. c. 1. p. 205. in f. will; der auch cap. 7. p. 234. sagt / daß Käyser Heinrich der Erste / diesen Orth zu erneueren / und verbessern befohlen habe; Und in Antegressu part. 4. p. 373. diese Vers von ihme setzet:

Ut primo Senonas secura in sede foveres,
     Inde domus ratio constat amica tibi,
Te pergas tali studio praestate fidelem
     Gratia succrescet plenior inde tuis.

Churfürst Johannes I. hat alhier umbs Jahr Christi 1221. das Franciscaner Closter gestifftet. Von hinnen ist der von Jahren weitberühmte Vagant / oder fahrende Schüler / Sepusius, und nicht auß Sepusio, oder der Zips / einer Hungarischen Provintz / bürtig gewesen / wie David Froelichius part. 2. Cynosurae Peregrinantium lib. 1. erinnert. Anno 1636. ist diese Stadt dreymal außgeplündert / und öde gemacht worden. Was sonsten alhie in diesem Krieg vorgangen / ist uns noch zur Zeit unwissend.