Topographia Electoratus Brandenburgici et Ducatus Pomeraniae: Osterburg

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Topographia Germaniae
Osterburg
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aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1652, S. 77–78.
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Osterburg /

Eine Churfürstlich Brandeburgische Stadt / in der Alten Marck / zwischen Seehausen und Stendal / wo die beyde Wasser Bisa / und Ucht / zusammen kommen / und 1. Meil Wegs von dem zerstörten Schloß Gladigow gelegen; von welchem Schloß / dessen in den Historien gedacht wird; wie auch vom Ursprung deß Nahmens Osterburg / Werdenhagen de R. Hans. part. 3. c. 1. pag. 207. seq. zu lesen. Seyn beede in dem Krieg / den Marggraff Otto, und Willebrandus, der Ertzbischoff zu Magdeburg / mit einander geführet / umbs Jahr 1243. zerstört / und verwüstet worden; die zuvor Käyser Heinrich der Erste wider die Hunnen bevestiget hat. Hat vor diesem eigne Grafen gehabt; von denen / und der Stadt selbsten / besagter Werdenhagen in Antegressu part. 4. p. 372. seq. zu lesen. Sie ligt an einem lustigen und [78] fruchtbaren Orth / davon ein schönes Außsehen / wegen deß dabey gelegenen Thals. Die Kirch alda ist von ihrem Grafen Henrico Anno 1188. erbauet worden / und wird zu S. Niclas genannt. Die Inwohner legen sich mehrertheils auff den Ackerbau. Was Anno 1510. sich alhie mit den Juden begeben / davon ist Micrael. in Beschreibung Pommern / lib. 3. p. 437. zu lesen. Anno 1642. seyn die Käyserischen alhie von den Schwedischen überfallen worden / und sollen der ruinirten mehr als tausend gewest seyn.