Topographia Palatinatus Rheni: Dürmstein

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Topographia Germaniae
Dürmstein (heute: Dirmstein)
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aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1645, S. 28.
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Dürmstein.

Ein Städtlein / oder / wie theils diesen Orth nennen / ein Flecken / zwo Stund von Wormbs nicht weit von dem Dorßberg / und an einem unbenamsten Wasser / gelegen / davon sich Herr Caspar Lerch / auß der Rheinischen Ritterschafft / so de Ordine Equestri Germanico, geschrieben / nennet. Ist ein Ganerbschafft; wiewol den 22. Adelichen Ganerben die Iurisdiction Anno 1422. entzogen worden; haben aber noch ir Auffenthalt / und andere Leuth ihre Güter / allda. Ist in besagtem 1422. Jahr nur ein Dorff gewesen; aber jetzo mit Mauren umbfangen; wird vom Bruschio, am Ende deß 7. Capitels / von den Bistummen in Teutschland / nicht anders geheissen / da er deß Bischoffs Heinrichen von Wormbs / eines geborne Pflatzgrafen / gedenckt / und sagt / daß / nach dem die Bauren / in dem Baurenkrieg / das Schloß allhie zerstört / er solches schöner erbauet habe. In einer geschriebenen Verzeichnuß stehet / daß das halbe Theil von Dürmstein das Stifft Wormbs Chur Pfaltz verkaufft habe / damit er sich gegen andere defendiren könte. Ist dieser Zeit gantz ruinirt, und seynd die Ringmauren noch übrig. Wie dann Anno 1647. den 5. 15. Novembris / das Bischöfflich Wormbsische Schloß allhie / von den Frantzosen / auff Discretion / erobert / und sampt dem beschlossenen Flecken / außgeplündert worden.