Topographia Palatinatus Rheni: Neckersgmünd

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Topographia Germaniae
Neckersgmünd (heute: Neckargemünd)
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aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1645, S. 64.
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Neckersgmünd / Neckermünde.

Ein Meilwegs oberhalb Heydelberg / und dahin gehörig / am Neckar gelegen. Ist wegen der Kupfferhämmer / und Mühlen / so der Enden seynd / bekandt / und welches Städtlein Anno 1622. von General Tilly mit Gewalt erobert worden; auch sonsten in diesem Teutschen Krieg viel außgestanden hat. Es wollen etliche durch die Grafschafft Stahlbühel / von welcher oben bey Heydelberg gesagt worden / verstehen diese Stadt Neckermünd / und das bey einer halben Meilen davon gelegene veste Schloß Dilsperg / mit sampt den darzu gehörigen 18. oder 20. Dörffern; wie es dann ein Grafschafft gewesen / und die Grafschafft Dilßberg genant werden; auch besagt Dilsberg selbst auff einem Bühl / gegen einer Seite gelegen; gegen der andern aber einen sehr gähen stalechten Berg / dem Neckar zu / hat. Gedachter General Tilly kunte solche Vestung Dilßberg in besagtem 1622. Jahr nicht erobern; ward doch folgends den Käyser- und Bäyerischen nach Eroberung Heydelberg / auffgeben. Aber 10. Jahr hernach ist es gar schlecht übergangen / doch soll Proviant gemangelt haben / und ist man mit List hinein kommen. Ist eng begriffen / und hat sehr starcke dicke Mauren / und kan man darauß dem gantzen Craichgöw commandiren / als dessen Hauptvestung dieses Dilsberg ist / darzu man / wegen der Höhe / und abgebrochenen sehr gähen Felsen / und Klippen / nicht leichtlich kommen kan.