Topographia Sueviae: Fultenbach

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Topographia Germaniae
Fultenbach (heute: Kloster Fultenbach)
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aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1643, S. 72.
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Fultenbach /

Oder S. Michaelis in Fultenbach / ein Manns-Kloster / Benedictiner Ordens / nicht weit von Zusmarhausen / vnd nahend der Zusam / in der Marggrafschafft Burgaw / gelegen; so vmbs Jahr 1130. von einem Domherrn zu Augspurg / Gebeon genandt / auffgerichtet worden / darinn er auch der erste Abbt gewesen seyn solle. Die Aebbte desselben hat Carolus Stengelius in Mantissa c. 25. auß denen der letzte Maurus Ferber Anno 1636. erwöhlt worden ist. Es seyn die Praelaten dises Closters zu Geistlichen Vättern / vnd Reformatorn deß Closters S. Johann Baptistae im Wald / ins gemein Closter zum Holtz / genandt / verordnet worden; welches An. 1152. Marquardus / Marschall von Dornsperg / vnd Bobingen / vnnd sein Sohn Otho / für Männer / vnd Frawen / gestifftet. Ward erstlich Neuwasser genandt / ligt nahend der Schmutter / vnd nit sonders weit von Thonawerth. Den Catalogum der Pröbste / auch der Meisterin / vnd Aebbtissin allhie / hat auch obgedachter Herr Stengelius, c. 43. die II. Meisterine Elisabeth von Hagen / in An. 1345. hat die MannsPersonen verjagt: Vnd war der letste Probst Conradus. Die letste Meisterin war Anna II. ein Rechlingerin / so zur ersten Aebbtissin Anno 1617. worden / deren succedirt haben / 1. Agnes III. von NeinEck. 2. Margaretha Catharina von NeinEck. Vnd 3 Maria Scholastica / ein Gräffin von Törringen / An. 1647. erwöhlet. In dem tomo 4. Theatri. Europaei stehet: Es hätten die Frantzosen in Laugingen / kurtz vor Außgang deß Hornungs / besagtes Kloster Fultenbach / an 4. Orten / sammt 2. Dörffern / wegn verwaigerter Contribution / vnd daß die Jäger darinn jhnen etliche Soldaten geschossen / in die Flammen Anno 1648. gesetzt.