Topographia Sueviae: Gutenberg

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Topographia Germaniae
Gutenberg (heute: Gutenburg)
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aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1643, S. 87.
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[87]
Gutenberg /

Ein Vestung / daran der Abbt von Sanct Blasij im Schwartzwald Theil hat. Wo aber solche gelegen / wird nit gemeldet. Vermuthlich ist / daß es das Schloß Guttenberg zwey Stundt von der Statt Waldshut (so eine auß den 4. Oesterreichischen Waldstätten / beym Rhein / oberhalb Basel / vnd zwar diese nahend dem Schwartzwald / ist) gelegen / seyn werde. Sonsten ligt auch ein Schloß dieses Nahmens in der Herrschafft Vadutz / (so jetzt Hohen-Embsisch) zwischen dem Rhein / vnd S. Luzis Staig / auff einem runden abgesonderten Felsen / nächst dem Dorff Baltzers / dem Hauß Oesterreich zuständig / zimlich befestnet / vnnd von der Natur geholffen; wie Johann Georg Schlee / in seiner Beschreibung der Landschafft vnderhalb S. Lucis Staig / p. 72. redet / vnd sagt / daß es eine Wohnung eines Oesterreichischen Vogts / allda / so sonsten nichts anders / als das Schloß / vnd darzu gehörige Güter / zuverwalten habe; vnnd daß gleich ob Gutenberg die Gräntz der Herrschafft Vadutz / gegen die Herrschafft Meyenfeld / bey einem Brunnen / vnd darob die Hohe Staig / S. Luzis Staig genandt / sey; allda der Graubünter Gebieth anfahet / welche Anno 1499. dieses Schloß Gutenberg belagert / vnd dasselbe zu vntergraben vergeblich sich vnderstanden haben. Biß hieher dieser. Johann Guler von Weineck / Ritter / saget / in Beschreibung der Rhaetischen Völcker / hievon also: Zwischen Meyls / vnnd Balzers / nahe bey dem Rhein / auf einem runden / vnd rings herumb ledigen Bühel / stehet das Schloß Gutenberg / dem Hauß Oesterreich gehörig; hat allenthalben schöne Außsehen / gegen Vadutz / gegen Werdenberg / gegen Sarn-Ganß / vnd gegen S. Luzis Steig / vber die man zwischen zween Bergen nach Meyen-Feld / vnd Chur / raiset / welches Schloß / Anno 1616. im Nahmen deß Hausses Oesterreich / die Edlen von Ramschwag besessen haben.

Im Craichgöw ligt auch ein Gutenberg / oder Guteberg / so ein denen von Gemmingen gehöriger Fleck ist.