ADB:Baur, Gustav

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Artikel „Baur, Gustav“ von Ernst Christian Achelis in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 46 (1902), S. 266–270, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Baur,_Gustav&oldid=- (Version vom 21. Oktober 2019, 07:36 Uhr UTC)
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Baur: Gustav Adolf Ludwig B., 1816–1889, Doctor der Philosophie und Theologie, Geheimer Kirchenrath und Professor der praktischen Theologie zu Leipzig, wurde als ältestes von 13 Kindern des Oberförsters im Dorfe Hammelbach im hessischen Odenwalde am 14. Juli 1816 geboren. Des Schulunterrichts wegen kam der Fünfjährige in das Haus des Großvaters mütterlicherseits, eines höheren Beamten in Darmstadt. Als dieser bald darauf starb, siedelte er in die Familie des älteren Bruders seines Vaters, des Gymnasiallehrers (Subconrectors, später Professors) Karl Baur über, der mit der einzigen Schwester seiner Mutter verheirathet war. Elternhaus und Elternliebe wurden dem Försterssohne dort reich ersetzt. Die erziehlichen Einflüsse auf das Gemüthsleben und die Geistesrichtung des jungen B. lassen sich von früher Jugend her mit seltener Vollständigkeit nachweisen. Der Vater und der Oheim hatten einst als freiwillige Jäger in den Befreiungskriegen gefochten, und die begeisterten Erinnerungen an die große Zeit erfüllten das Herz des empfänglichen Knaben mit dem Feuer einer Vaterlandsliebe, das unablässig bis ins Greisenalter seine edle Gluth bewahrte. Der Oheim, eine ethisch gehaltvolle Persönlichkeit voll Geistes und sprudelnden Humors, lebte und webte in der schönen Litteratur deutscher Dichtung: Herder’s Humanität und Klopstock’s Bardenpoesie begeisterten ihn und durch ihn seine Hausgenossen und seinen Schülerkreis. Die Liebe zur Dichtkunst, insonderheit zur deutschen, blieb auch für Gustav B. ein Charakteristicum, das in allen seinen Lebensstellungen in liebenswürdiger Weise sich bethätigte. Und der Oheim stand nicht einsam mit seinem idealen Streben am Darmstädter Gymnasium jener Zeit. Die pietätvollen Aufzeichnungen Gustav Baur’s und seines jüngeren Bruders Wilhelm, des Generalsuperintendenten der Rheinprovinz, führen uns eine Reihe vortrefflicher Männer vor, deren Unterricht und Erziehung auf begabte und gesinnungstüchtige Schüler von gesegnetstem Einfluß sein mußte und thatsächlich war. Die vornehme Gelehrtengestalt des feinsinnigen Directors Karl Dilthey, der allerdings der Fassungskraft seiner Schüler Großes zumuthete; der unermüdlich zu poetischen Versuchen und zu patriotischer Gesinnung anregende Herausgeber des Merck-Goethe’schen Briefwechsels Karl Wagner; der junge Boßler, der tüchtige Kenner antiker Poesie und geistvolle Lehrer der alten Sprachen, – sie Alle wußten der lernenden Jugend einen edlen Schwung und das lebhafteste Interesse an dem Stoff des Unterrichts zu verleihen. Die fleißige Arbeit des Gymnasiasten ließ keinen Schulstaub aufkommen; fröhliche Sangeslust, ideale Jugendfreundschaften, unermüdliche Wanderlust über Berg und Thal hielten Leib und Seele gesund und voll von Spannkraft. Als er das Gymnasium mit der Festrede über „Hoffnung und Erinnerung“ verließ, bestimmte er sich, der Tradition der väterlichen Familie folgend, die in der früheren Generation mehrere Theologen aufwies, für das Studium der Theologie. Die Gießener Facultät bot freilich nicht die gleiche Anregung, wie das Darmstädter Gymnasium; der bejahrte Kuinoel vermochte nicht mehr die Jugend anzuziehen, der ebenfalls bejahrte Palmer ergötzte durch seinen unfreiwilligen Humor; nur Credner und Knobel wußten B. zu fesseln, und ihnen hat er trotz abweichender [267] Theologie ein dankbares und pietätvolles Andenken bewahrt. Bei seiner Mittellosigkeit nahm B., vom ersten Semester an, eine Informatorstelle in dem Knabenerziehungsinstitut Dr. Völcker’s an; seine Lehrthätigkeit, die bei seiner frischen und liebenswürdigen Art von hingebender Anhänglichkeit seiner Schüler erwidert wurde, gab ihm Veranlassung zu pädagogischen Studien, die er fruchtbringend in der Folgezeit zu verwerthen wußte. Als er 1836 infolge einer von burschenschaftlichem Freiheitsdrange erfüllten Grabrede, die er einem verstorbenen Commilitonen hielt, für ein halbes Jahr relegirt wurde, fand er in Darmstadt Aufnahme bei dem Vater seines Freundes, dem Cabinetsrath Schleiermacher, einem tüchtigen Orientalisten; die Anregung, die er dort für das Studium der orientalischen Sprachen empfing, bahnte ihm den Weg zur akademischen Wirksamkeit. Nach dem Facultätsexamen in Gießen 1838 und dem Examen pro ministerio in Darmstadt 1840 promovirte er zum Doctor der Philosophie und in demselben Jahre (1841) zum Licentiaten der Theologie auf Grund einer Dissertation über Boethius. Seine akademische Wirksamkeit fand von vornherein den günstigsten Boden; um den geistreichen, vielseitig gebildeten, warmherzigen Privatdocenten sammelten sich die strebsamsten und tüchtigsten Elemente der akademischen Jugend; sein Repertoire stattete er neben seinem Hauptfach, dem A. Test., mit einer ansehnlichen Reihe von Vorlesungen aus: Encyklopädie las er neben Einleitung ins A. Test., den messianischen Weissagungen und Exegese alttestamentlicher Bücher, aus der praktischen Theologie las er über Katechetik und Homiletik, und sein erster größerer schriftstellerischer Versuch knüpfte an seine Vorlesung über Pädagogik sich an; für Schleiermacher, dem er für seine theologische Richtung viel verdankte, wußte er seine Hörer, besonders in der Encyklopädie und in der Pädagogik, aufs lebhafteste zu interessiren. Auch seine Methode des Docirens war für Gießen neu und überaus anziehend; einen Paragraphen pflegte er zu dictiren, um in freier Rede den Inhalt seinen Hörern darzulegen. Im J. 1844 begründete er seinen Hausstand mit Luise Fridol, 1847 wurde er zum außerordentlichen Professor und, nach Ablehnung eines Rufes nach Königberg und nach der von dort ihm gewordenen Ehrenpromotion zum D. theol., 1849 zum ordentlichen Professor ernannt. Bis 1861 verlebte er in Gießen reiche Jahre; trotz vielen kleinlichen Nörgeleien der Mißgunst reich an Anerkennung, an edler Freundschaft, die ihn besonders mit Moritz Carriere verband, an geist- und gemüthvoller Geselligkeit und nicht zum wenigsten an einem überaus glücklichen, mit großer Kinderschar gesegneten Familienleben. Im genannten Jahre folgte er einem Rufe zum Hauptpastor an der St. Jakobi-Kirche und zum Scholarch in Hamburg. Auch hier war seine Wirksamkeit von reichen Erfolgen gekrönt. Um seine Kanzel sammelten sich bald große Scharen treuester Kirchgänger, auch solcher, denen bisher das kirchliche Leben ein Noli me tangere gewesen war. Seine außerkirchlichen Vorträge, die er über litterarische, pädagogische, kirchengeschichtliche Gegenstände hielt und deren reichen Ertrag er den Werken äußerer und innerer Mission zu gute kommen ließ, verschafften ihm neben seinen geistsprühenden Predigten maßgebenden Einfluß in den höchsten Kreisen der Hansestadt, und die mannigfaltigen geselligen Verbindungen, die er mit edlen Familien pflegte, bereicherten sein Leben durch persönliche Verehrung und Liebe, die er erwies und genoß. Allerdings wurde durch das bewegte Leben die Pflege der Wissenschaft je länger desto mehr zurückgedrängt, und das wird der Grund gewesen sein, daß er 1870 den Ruf an die Leipziger Universität nicht auszuschlagen vermochte.

B. trat in Leipzig in den Kreis hochangesehener Lehrer der Theologie ein. Die Professur der praktischen Theologie, die er mit der Erlaubniß, auch über das Alte Testament zu lesen, bekleidete, war mit dem Directorium des Predigercollegiums [268] und dem Amt des Universitätspredigers verbunden; seine Theilnahme an der Landessynode, an der Meißener Predigerconferenz, am Gustav-Adolf-Verein, an der inneren Mission führte ihn in das praktische Leben der Kirche, um ihr seine reichen Kenntnisse und Erfahrungen zu Diensten zu stellen. Mit uuermüdlichem Fleiß unterzog sich der elastische und lebensfrische Mann den arbeitsreichen Aufgaben seines Berufes, ja er fand trotz allem Freudigkeit und Muße, sich mit seinem Collegen Fleischer noch im höheren Alter in das Studium des Persischen zu vertiefen. Wie im J. 1856 in Gießen, so bekleidete er, ein Zeugniß des Ansehens und des Vertrauens, das er im Kreise seiner Collegen genoß, im J. 1874, schon nach dreijährigem Wirken in Leipzig, das Rectorat der Universität. Neuralgische Leiden, denen sich eine Herzkrankheit zugesellte, erschwerten ihm die letzten Jahre seiner amtlichen Thätigkeit; er wußte die Hemmnisse kraftvoll zu überwinden; noch am 21. Mai 1889 hielt er seine Vorlesung, am frühen Morgen des 22. Mai kam seine Todesstunde.

Gustav B. war einer von den akademischen Lehrern und Predigern, die bei der heutigen Blüthe des Specialistenthums immer seltener werden: ein Mann von universaler Bildung. Schon das vielgestaltige Verzeichniß seiner Vorlesungen gibt davon Zeugniß; die deutsche, namentlich die poetische, Litteratur beherrschte er bis ins Detail von den ältesten Zeiten an bis zu unseren Tagen, Dante’s Göttliche Komödie wie Shakespeare’s Dramen waren ihm vertraut, und seine starke Gedächtnißkraft hielt ihm alles zur rechten Zeit lebendig gegenwärtig. Die ungemein große Lebhaftigkeit und Frische seines Geistes, verbunden mit jugendlichem Freundschaftssinn, befähigten ihn zu einem akademischen Lehrer, der stets eine außerordentliche Anziehungskraft auf die studirende Jugend ausübte, und von dem eine anregende Kraft auf weite Kreise ausging. Schleiermacher’s Theologie blieb die Grundlage seiner theologischen und kirchlichen Richtung; der lutherischen Kirche von Herzen zugethan, wirkte er in durchaus christusgläubigem, aber unionsfreundlichem Geist. In wissenschaftlicher Beziehung haben namentlich seine pädagogischen Arbeiten in seiner Erziehungslehre und in zahlreichen werthvollen Artikeln in K. A. Schmid’s pädagogischer Encyklopädie bleibende Bedeutung.

Seine Schriften sind: „Grundzüge der Erziehungslehre“ (Gießen 1844, 4. Aufl. 1887); „Der Prophet Amos erklärt“ (Gießen 1847); „Ueber die weltgeschichtliche Bedeutung des israelitischen Volkes“ (Inauguralrede, Gießen 1847); „Grundzüge der Homiletik“ (Gießen 1848); „Sechs Tabellen über die Geschichte des israelitischen Volkes, von den ältesten Zeiten bis auf die Erbauung der Aelia Capitolina“ (Gießen 1848); „Die Liebesthätigkeit der Gustav-Adolf-Stiftung als ein Lebenszeichen der Kirche“ (Predigt, Darmstadt 1858); „Predigten“ (Gießen 1858); „Festrede zur Säkularfeier des Geburtsfestes Schiller’s am 10. November 1859, im Namen der Ludwigs-Universität gehalten“ (Gießen 1859); „Geschichte der Alttestamentlichen Weissagung.“ Erster Teil. Vorgeschichte (Gießen 1861); „Antrittspredigt über Röm. 1, 9–12 bei seiner Einführung in das Amt als Hauptpastor zu St. Jacobi in Hamburg und Scholarch“ (Hamburg 1861); „Festpredigt bei der Generalversammlung des Holsteinischen evangelischen Vereins der Gustav-Adolf-Stiftung zu Heide“ (Hamburg 1862); „Predigten in dem ersten halben Jahre seiner Amtsführung zu Hamburg“ (Gießen 1862); „Predigten über die epistolischen Perikopen“ (2 Bände, Hamburg 1862); „Die Mahnung, daß wir nicht auf das Fleisch säen sollen, sondern auf den Geist, die Hauptregel für die Erziehung unserer Kinder“ (Hamburg 1868); „Predigt bei der 20. Hauptversammlung des evangelischen Vereins der Gustav-Adolf-Stiftung in Lübeck“ (drei Predigten von Baur, Beyschlag, Rüling) (Lübeck 1863); „Die Thatsachen des Heils. Festpredigten über die neue Folge evangelischer Texte für [269] die lutherische Kirche Hamburgs“ (Hamburg 1864); „Kampf, Sieg und Friede. Predigten über die neue Folge epistolischer Texte für die lutherische Kirche Hamburgs“ (Hamburg 1864); „Predigten über die evangelischen Perikopen“ (Hamburg 1865); „Wie hat der Christ in Zeiten der Gefahr und Noth sich zu verhalten?“ Predigt (Hamburg 1866); „Predigten, gehalten in den Jahren 1868 und 1869“ (2 Bde., Hamburg 1869); „Predigten über die epistolischen Perikopen, gehalten in den Jahren 1869 und 1870“ (Hamburg 1870); „Abschiedspredigt über 2. Kor. 13, 18 bei seinem Ausscheiden aus dem Amt als Hauptpastor zu St. Jacobi in Hamburg“ (Hamburg 1870); Antrittspredigt: „Das Zeugniß, mit welchem ein neuer Prediger in die Gemeinde sich einzuführen hat“ (Hamburg 1870); „Kriegspredigt, bei dem außerordentlichen öffentlichen Gottesdienst am 3. August 1870 in der Universitätskirche zu Leipzig gehalten“ (Leipzig 1870); „Die Berechtigung der Theologie als eines nothwendigen Gliedes im Gesammtorganismus der Wissenschaft.“ Vortrag (aus Theol. Studien und Kritiken) (Gotha 1875); „Boetius und Dante“ (Leipzig 1874); „Ehrengedächtniß unseres entschlafenen Königs Johann. Predigt am 19. November 1873“ (Leipzig 1874); „Durch Kampf zum Frieden. Predigten, gehalten in der Universitätskirche zu Leipzig 1870 und 1871“ (Leipzig 1872); „Wer sein Leben verliert um meinetwillen, der wird es finden. Predigt im Trauergottesdienst der Universität Leipzig für ihre im Kriege gegen Frankreich gebliebenen Commilitonen, gehalten am 24. Juni 1871“ (Leipzig 1871); „Predigt zum Schluß der ersten Landessynode für die evangelisch-lutherische Kirche im Königreich Sachsen, gehalten am 8. Juni 1871“ (Dresden 1871); „Baur und Brückner: Zwei Predigten, bei der 29. Hauptversammlung des evangelischen Vereins der Gustav-Adolf-Stiftung zu Potsdam am 24. und 25. August 1875 in der königlichen Hof- und Garnisonkirche gehalten“ (Leipzig 1875); „Schleiermacher als Prediger in der Zeit von Deutschlands Erniedrigung und Erhebung. Vortrag“ (Leipzig 1871); „Das deutsche Volk und das Evangelium. Antrittsvorlesung am 21. Dezember 1870 in der Aula der Universität Leipzig gehalten“ (Leipzig 1871); „Zur Vorbereitung und zur Feier des Leipziger Friedensfestes. Zwei Predigten, am 5. und 6. März 1871 in der Universitätskirche zu Leipzig gehalten“ (Leipzig 1871); „Aus ernster Zeit. Vier Predigten am 3. August 1870, am 5. und 6. März und am 24. Juni 1871 in der Universitätskirche zu Leipzig gehalten“ (Leipzig 1871); „Fünf Ansprachen, bei dem außerordentlichen Trauer-, Dank- und Bittgottesdienst am 5. Juni 1878 zu Leipzig in den vier Pfarrkirchen und in der Universitätskirche gehalten von Lechler, Ahlfeld, Fricke, Evers, Baur“ (Leipzig 1878); „Christenthum und Schule. Vortrag“ (aus Theologische Studien und Kritiken) (Gotha 1877); „Novalis als religiöser Dichter. Vortrag“ (Leipzig 1877); „Predigt, am zweiten Pfingstfeiertage gehalten“ (Leipzig 1878); „Die Propaganda der römischen Kirche. Vortrag“ (1. u. 2. Aufl., Leipzig 1877); „Rede bei der Einweihung des Vereinshauses des kaufmännischen Vereins in Leipzig“ (Leipzig 1877); „Fünfundzwanzigjährige Jubelfeier des studentischen Gustav-Adolf-Vereins zu Leipzig. 1. Festpredigt von G. Baur, 2. Festrede von Fricke“ (Leipzig 1883); K. A. Schmid: Geschichte der Erziehung von Anfang an bis auf unsere Zeit. I 1884 (von Baur bearbeitet: Einleitung. Die Naturvölker. Die Culturvölker des Orients, S. 1–177. Das Volk der vorbereitenden Offenbarung, S. 294–333). II 1, 1892 (von Baur bearbeitet: Die christliche Erziehung in ihrem Verhältnisse zum Judenthum und zur antiken Welt, S. 1–93; Jüdische und muhammedanische Erziehung, S. 549–611); „Baur und Hartung, Festschrift zur 45jährigen Stiftungsfeier des Prediger-Collegiums zu St. Pauli in Leipzig“ (Leipzig 1887); „Die Mahnung des scheidenden Kaisers an sein geliebtes deutsches Volk. Predigt, bei dem Trauergottesdienst am [270] 16. März 1888 in der Universitätskirche zu Leipzig gehalten“ (Leipzig 1888). Zahlreiche werthwolle Artikel in K. A. Schmid’s Pädagogischer Encyklopädie.

Trauerfeier bei dem Begräbniß des Herrn Geh. Kirchenraths und Professors der Theologie, Doctors der Philosophie und der Theologie G. A. L. Baur in der Universitätskirche zu Leipzig am 24. Mai 1889 (Leipzig 1889). – Erinnerungen an unseren Vater. Als Manuskript gedruckt 1889. – Hartung, Erinnerung an Gustav Baur (Christliche Welt 1890). – W. Baur, Erinnerung an Gustav Baur (Daheim 1890). – W. Baur, Erinnerungen an Gustav Baur (Gesammelte Schriften I, 384–410, Bremen 1898).