ADB:Heinrich (Herzog von Österreich und Kärnten)

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Heinrich, Herzog von Oesterreich“ von Alfons Huber in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 11 (1880), S. 557–558, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Heinrich_(Herzog_von_%C3%96sterreich_und_K%C3%A4rnten)&oldid=- (Version vom 17. Juli 2019, 02:49 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
Band 11 (1880), S. 557–558 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Wikipedia-logo-v2.svg Heinrich der Sanftmütige in der Wikipedia
GND-Nummer 132963981
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|11|557|558|Heinrich, Herzog von Oesterreich|Alfons Huber|ADB:Heinrich (Herzog von Österreich und Kärnten)}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=132963981}}    

Heinrich, Herzog von Oesterreich und Steiermark, fünfter Sohn König Albrechts I. und der Elisabeth, Tochter des Grafen Meinhard von Görz-Tirol, geboren (mit seinem Bruder Albrecht II.) Ende November oder im December [558] 1298, gest. am 3. Febr. 1327. Neben seinen älteren Brüdern Friedrich und Leopold, konnte er auf die Politik des Hauses Habsburg keinen großen Einfluß gewinnen. Als nach dem Tode König Heinrichs VII. Friedrich „der Schöne“ sich um die deutsche Krone bewarb, ward H. um die Stimme des Erzbischofs Heinrich von Köln zu gewinnen, im Herbste 1314 mit dessen Nichte Elisabeth, Tochter des Grafen Ruprecht von Virneburg vermählt. Im Frühjahr 1322 ward er von seinem Bruder mit 1000 Helmen in die Lombardei geschickt, um im Bunde mit den Guelfen den Matteo Visconti zu bekämpfen, ließ sich aber von diesem zum Rückzuge bewegen, weil die Vernichtung der Ghibellinen nicht in Friedrichs Interesse liege. Im Herbste dieses Jahres machte er mit diesem den Feldzug nach Baiern mit, ward am 28. Septbr. mit demselben bei Mühldorf gefangen und dem Böhmenkönige Johann übergeben, der ihn nach dem Schlosse Bürglitz abführen ließ, wo er mit Ketten beladen fast ein Jahr in Haft war; erst Ende September 1323 erhielt er seine Freiheit wieder. Die harte Gefangenschaft hatte seine Gesundheit untergraben und er starb schon am 3. Febr. 1327 in Bruck an der Mur auf einer Reise nach Graz, wo er mit seinem vom Rheine herabkommenden Bruder Friedrich zusammentreffen wollte. Er ward von seiner Gemahlin, die ihm am 14. Septbr. 1343 im Tode folgte, im Kloster Königsfelden beigesetzt.

Die meisten über ihn vorhandenen Notizen hat gesammelt Herrgott, Monumenta augustae domus Austriacae, III.