BLKÖ:Fürstenberg, Jakob Ludwig Graf

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 5 (1859), ab Seite: 17. (Quelle)
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8) Jakob Ludwig Graf, von der Linie Heiligenberg (kais. Feldzeugmeister, geb. um 1592, gest. an der Lagerpest 15. Nov. 1627). Vermälte sich, 20 Jahre alt, mit der reichen Eleonore, Tochter des Johann Wilhelm v. Schwendi, die ihn mit seinem Neffen Friedrich Rudolph (siehe Nr. 6) in Händel verwickelte, in denen Letzterer den Kürzern zog. Bei Beginn des 30jähr. Krieges stand Jakob Ludwig zur kathol. Partei. In der Schlacht bei Wimpfen (26. April 1622) spaltete er im Zweikampfe dem Prinzen Magnus von Würtemberg den Kopf, im Treffen bei Stadtlon im Münsterland eroberte er 16 Fahnen, 5 Standarten, 5 Kanonen und machte 75 feindliche Officiere zu Gefangenen. [Ueber die ihm deshalb gewordenen Wappenverbesserung vergl. III. Wappen.] Die Belagerung von Minden (1626) führte Jakob Ludwig zu siegreichem – wenngleich entsetzlichem – Ende, ebenso die Eroberung von Steuerwald (December 1626); er hat Nordheim (Juli 1627) zur Capitulation gezwungen, u. im Feldzuge nach Holstein solche Thaten vollführt, daß ihn Tilly’s Rapport auszeichnend nennt. Noch wirkte er zur Einnahme von Nienburg (26. Nov. 1627) mit, sollte aber den Ehrentag nicht erleben, da er den Tag zuvor der Lagerpest erlag. [Vergl.: Ersch (J. S.) und Gruber (J. G.), [Allgemeine Encyclopädie der Wissenschaften und Künste|Allg. Encyklopädie der Wissensch. u. Künste]] (Leipzig 1822, Gleditsch, 4°.) I. Sect. 51. Thl. S. 494.] – Oestr. Militär-Konversat.-Lexikon. Herausg. von Hirtenfeld u. Dr. Meynert (Wien 1851) II. Bd. S. 574.] –