BLKÖ:Hajnik, Paul

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 7 (1861), ab Seite: 228. (Quelle)
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Hajnik, Paul (Rechtsgelehrter, geb. zu Waitzen 20. Februar 1774, gest. zu Pesth 12. December 1809). Sohn angesehener Eltern, erhielt eine sorgfältige Erziehung; besuchte die Schulen zuerst in Pesth, dann fünf Jahre in Waitzen das Gymnasium, worauf er die kön. Universität in Pesth bezog und dort drei Jahre die allgemeinen Wissenschaften (analog unseren philosophischen Studien) und vier Jahre die Rechtswissenschaften hörte. Nach Beendigung der letzteren erwarb er sich die juridische Doctorwürde. Nun betrat er die Praxis und wurde nach zwei Jahren Advocat, erhielt 1800 die Professur des ungarischen Privat- und Criminalrechtes an der Akademie zu Preßburg, wurde 1808, in welchem Jahre er auch den ungarischen Adel erhielt, an die Pesther Hochschule an die Stelle des verstorbenen Mészáros als Professor der Statistik und des Bergrechtes berufen; versah aber nur kurze Zeit diesen Posten, da ihn schon im folgenden Jahre, indem er eben Gerichtstafelbeisitzer des Graner Comitates geworden war, im Alter von erst 35 Jahren, der Tod ereilte. Im Drucke hat er nur Ein Werk herausgegeben: „Historia juris Hungarici a tempore Sancti Stephani primi Regis ad gloriose regnantem Franciscum I. cum synchronismo nonnullorum in subsidium juventutis scholasticae per aphorismos deducta et in tabellas distributa“, [229] 3 Theile (Ofen 1807, Universitätsdruckerei, 8°.). Geistvoller als dieses Werk waren seine Vorträge, und H.’s Tod wurde von seinen Zuhörern so tief betrauert, daß dieselben sich freiwillig auf vier Wochen Trauergewande anlegten. Der Pesther Journalist Karl Hajnik [s. d. Vorigen] ist sein Sohn. Ob zwischen diesen zweien und den unten in den Quellen angeführten Johann und Paul Hajnik irgend welche verwandtschaftliche Bande bestehen, ist dem Herausgeber dieses Lexikons nicht bekannt.

Oratio funebris, qua spectabili ac consultissimo viro Paulo Hajnik I. U. D. etc. III Idus Dec. anno 1809 defuncto Matthias a Vuchetich J. U. D. ... parentavit (Pestini 1810, 8°.). – Nagy (Ivan), Magyarország családai czimerekkel és leszármazási táblákkal, d. i. Die ungarischen Familien mit Wappen und Stammtafeln (Pesth 1858, Moriz Ráth, gr. 8°.) Bd V, S. 19. – Ersch und Gruber, Allgemeine Encyklopädie der Wissenschaften und Künste, II. Section, 1. Theil, S. 212. – Oesterreichische National-Encyklopädie, herausg. von Gräffer und Czikann (Wien 1835, 8°.) Bd. II, S. 479. – Meyer (J.), Das große Conversations-Lexikon (Hildburghausen, Bibliogr. Institut, gr. 8°.) Bd. XIV, S. 746. –