BLKÖ:Herberstein, Georg (III.)

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 8 (1862), ab Seite: 332. (Quelle)
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17. Georg (III.) (geb. 1469, gest. 4. März 1528). Von der jüngern Hauptlinie, Leonhard’s [56][WS 1] aus dessen Ehe mit Barbara von Lueg, erstgeborner Sohn. Diente als Edelknabe am Hofe Friedrichs III. (IV.) und Maximilian’s I. Auf einem Turnier zu Cöln 1490 durch den Leib gerannt, kam er doch mit dem Leben glücklich davon. 1502 focht er in der Schlacht bei Regensburg so tapfer, daß ihn Kaiser Maximilian auf dem Schlachtfelde zum Ritter schlug. 1510 und 1513 Maximilian’s Kriegsrath, wurde er bald darauf sein oberster Feldherr. Als solcher gewann er mehrere Siege gegen die Venetianer, deren Dogen er gefangen nahm; eroberte Friaul; machte dem Bauernkriege, der in Steiermark, Kärnthen und Krain ausgebrochen war, nach mehreren blutigen Schlachten ein Ende, das Richteramt über die Haupträdelsführer ablehnend und dem Schrannengerichte in Gräz überlassend. Nach Ferdinand’s I. Krönung zum Könige von Ungarn, welche zu Bruck an der Leitha Statt gehabt, und der er noch beigewohnt, erkrankend, starb Georg 1528 (und nicht wie Kumar, Bd. III, S. 51, angibt, schon 1523). Seine Gemalin, die liebenswürdige, von den Dichtern seiner Zeit vielgefeierte Margaretha von Rottal, mit der er seit 1497 vermält war, gebar ihm 14 Kinder und zwar 7 Söhne und 7 Töchter, von deren Ersteren Georg (IV.) [18], Georg Sigmund [21] und Günther [24] den Glanz des Hauses hoben. An Gütern erwarb Georg (III.) als Nationalbelohnungen für seine ritterlichen Thaten nebst Falkenstein und Schachenthurm die Feste Gutenhag und Lankowitz, nach welch’ letzteren beiden sich zwei Linien des Herberstein’schen Hauses nannten. [Vergl. die Stammtafel B. der jüngern Hauptlinie. – Wißgrill (Franz Karl), Schauplatz des landsässigen niederösterreichischen Adels (Wien 1800, kl. 4°.) Bd. IV, S. 254 [nach diesem gest. am 4. März 1528]. – Libanon. Eine Sammlung religiöser, historischer und archäologischer Aufsätze. Herausgegeben von L. B. Berger (Wien 1829), Theil 4, S. 33. – Oesterreichisches Militär-Konversations-Lexikon (Wien 1850), Theil III, S. 159. – Oesterreichs Pantheon (Wien 1831, M. Chr. Adolph), Bd. IV, S. 215 [nach diesem und dem obigen Libanon gest. am 5. März 1528 zu Bruck an der Leitha]. –

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Vorlage: [50].