BLKÖ:Kleiner, Salomon

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
<<<Vorheriger
Klein, Wilhelm
Band: 12 (1864), ab Seite: 60. (Quelle)
[[| bei Wikisource]]
Salomon Kleiner in der Wikipedia
GND-Eintrag: 118723464, SeeAlso
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Linkvorlage für Wikipedia 
* {{BLKÖ|Kleiner, Salomon|12|60|}}

Kleiner, Salomon (Architekt und Kupferstecher, geb. zu Augsburg 1703, gest. zu Wien 1759). Ein zu seiner Zeit berühmter Künstler, welcher als Professor der Baukunst an der Theresianischen Ritterakademie in Wien viele Jahre thätig war. K. führte die Zeichnungen zu mehreren architektonischen Werken aus, welche von Verschiedenen, wie von J. G. Pinz, J. Sedelmayer, J. A. Corvinus u. A. gestochen wurden. Sein Hauptwerk sind die 13 Blätter Pläne und Aufrisse des kais. Hofbibliorhekgebäudes in Wien, welches unter dem Titel: „Dilucida representatio Caes. Bibliothecae a. J. E. de Fischer exstructae“ (Wien 1737, gr. Qu. Fol.) erschienen, aber leider unvollendet ist. Ferner gab er heraus: Zwei Blätter mit 24 Gemmen in der kais. Sammlung zu Wien (1750); – zwei Blätter Aufrisse und Durchschnitte verschiedener Kirchen in Wien, zugleich mit Delsenbach (in gr. Qu. Fol.); – sechs Blätter Grundrisse und Ansichten des Belveders in Wien und des Hôtels Trautson (Qu. Fol.); – vier Blätter: das große Invalidenhaus in Wien nebst der Kirche, äußere und innere Ansicht, nach Martinelli (gr. Royal-Qu. Fol.); – sechs Blätter innere Ansichten des berühmten Klosters und der Abtei Strahof mit der Bibliothek (Qu. Fol.). Auch hat er ein größeres Werk über die Kirchen und Klöster in Wien in 132 K. K., welche von Humann und Sperling gestochen sind, herausgegeben. Noch zeichnete er in 17 Blättern das Rathhaus zu Augsburg, welche J. G. Pinz stach; in 20 Blättern das churmainzische Lustschloß Favorite und dann mehrere innere Ansichten des Schlosses Pommersfelden.

Nagler (G. K. Dr.), Neues allgemeines Künstler-Lexikon (München 1838, E. A. Fleischmann, 8°.) Bd. VII, S. 49. – Mosel (Ign. Fr. Edl. v.), Geschichte der k. k. Hofbibliothek zu Wien (Wien 1835, Fr. Beck, 8°.) S. 133 u. 136. – Meyer (J.), Das große Conversations-Lexikon für die gebildeten Stände (Hildburghausen, Bibliogr. Institut, gr. 8°.) Bd. XVIII, S. 36. – Tschischka (Franz), Kunst und Alterthum in dem österreichischen Kaiserstaate (Wien 1836, Fr. Beck, gr. 8°.) S. 369.