BLKÖ:Pokorny, Gotthard

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 23 (1872), ab Seite: 45. (Quelle)
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Pokorny, Gotthard (Tonsetzer, geb. zu Böhmisch-Brod 16. November 1733, gest. 4. August 1802). Bildete sich unter der Leitung des Schulrectors Wenzel Wrobek im Orgel- und Violinspiele aus, war hierauf einige Zeit Schullehrer und unternahm dann eine musikalische Reise, wobei er auch nach Brünn kam, wo er sich niederließ und 1760 die Stelle eines Capellmeisters an der Peterskirche erhielt. Er ließ sich außer der Kirche auch öfters in Concerten hören, die er gemeinschaftlich mit seiner Tochter gab. Diese, eine talentvolle Clavierspielerin, erregte die Bewunderung der Kenner und erwarb den Beifall Mozarts. Er schrieb viele Messen. Litaneien und Vespern, sowie auch Concerte für Clavier und Violine, doch scheint nichts davon im Drucke veröffentlicht worden zu sein, außer etwa einem Werkchen, worin jedoch sein Vorname fehlt: „Dem unsterblichen Erzherzog KarlRetter Deutschlands, im Monat 1799“, in Musik gesetzt (Augsburg 1799, bei Gombart).

Gerber (Ernst Ludw.), Neues historisch-biographisches Lexikon der Tonkünstler (Leipzig 1813, Kühnel, Lex. 8°.) Bd. III, Sp. 742. – Gaßner (F. S. Dr.), Universal-Lexikon der Tonkunst. Neue Handausgabe in einem Bande (Stuttgart 1849, Frz. Köhler, Lex. 8°.) S. 690. – Meyer (J.), Das große Conversations-Lexikon für die gebildeten Stände (Hildburghausen. Bibliograph. Institut, gr. 8°.) Zweite Abtheilung. Bd. IV, S. 268. – Dlabacz (Gottfried Johann), Allgemeines historisches Künstler-Lexikon für Böhmen und zum Theile auch für Mähren und Schlesien (Prag 1815, Gottl. Haase, 4°.) Bd. II, Sp. 482. – Neues Universal-Lexikon der Tonkunst. Angefangen von Dr. Julius Schladebach, fortges. von Ed. Bernsdorf (Dresden 1857, Rob. Schäfer, gr. 8°.) Bd. III, S. 207. – Allgemeine Wiener Musik-Zeitung, herausgegeben von Dr. Aug. Schmidt (4°.) II. Jahrg. (1842), S. 556.