BLKÖ:Ráday, die Grafenfamilie, Genealogie

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
Band: 24 (1872), ab Seite: 173. (Quelle)
[[| bei Wikisource]]
in der Wikipedia
GND-Eintrag: [1], SeeAlso
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Linkvorlage für Wikipedia 
* {{BLKÖ|Ráday, die Grafenfamilie, Genealogie|24|173|}}

Zur Genealogie der Grafenfamilie Ráday. Die Ráday zählen zu den ältesten Adelsfamilien Ungarns, welche ihre Ahnen bis in das 11. Jahrhundert zurückführen und deren ununterbrochene Stammreihe bis in das 13. Jahrhundert zurückreicht, in welchem ein Balas Ráday de Ráda als der Stammvater der heutigen Grafen Ráday erscheint. Mehr in den Vordergrund tritt dieses Geschlecht mit dem ausgezeichneten Paul Ráday, dem Kanzler Rakoczy’s, und mit dessen Sohne Gedeon, der in der ungarischen Literatur wenn auch nicht eben epochemachend wirkte, so doch durch die Verbindung des Reims mit dem Metrum, der erste in der ungarischen Dichtung einen Weg einschlug, der nicht ohne belebenden Einfluß auf die fernere Entwickelung der ungarischen Poesie blieb. Gedeon war es auch, der in seine Familie zuerst die Freiherrn- und dann die Grafenwürde brachte. Durch eheliche Verbindungen sind die Ráday mit den ersten Familien Ungarns, mit den Teleky, Fay, Prónay, Szentpetery, Szápary, Nádásdy u. A. verschwägert. Das Nähere, wie auch der heutige Familienstand ist aus der Stammtafel ersichtlich. [Nagy (Iván), Magyarország családai czimerekkel és nemzékrendi táblákkal, d. i. Die Familien Ungarns mit Wappen und Stammtafeln (Pesth 1860, Moriz Ráth, 8°.) Bd. IX, S. 548, daselbst auch auf S. 553 eine Abbildung des Wappens. – Schönfeld (Ignaz Ritter von), Adels-Schematismus des österreichischen Kaiserstaates (Wien 1824, Schaumburg, kl. 8°.) I. Jahrg. S. 220. – Felső Magyar Országi Minerva (magyarische Vierteljahrschrift, 8°.) III. Jahrgang (1827), 2. Vierteljahrheft: „A Rádayak“, d. i. Die Ráday’s, von Kacinczy.]

[172a] [WS 1]
Stammtafel der Grafen Raday.
Balas Ráday de Rada 1295.

Jakob 1348.

Balas.

Georg.

Caspar.
Clara Bay.
Stephan. Johann. Andreas.
Sophie Madách.
Alexander.
Andreas 1652. Caspar 1682–1711.
Rosina Libercsey.
Helene,
vm. Johann Darvas.
+
Sophie,
vm. Daniel
Bulyovsky.
Paul [5][1]
geb. 2. Juli 1677, † 1733.
Clara Kajaly.
Helene,
vm. Georg
Tussay.
Gedeon (I.) [S. 171]
Baron, dann Graf,
geb. 1. October 1713,
† 6. August 1792.
Katharina von Szentpeteri.

Gedeon (II.)
geb. 1745, † 1801.
Susanna Fay.
Christoph †. Clara †. Paul †. Esther [1]
† 1766,
vm. Ladislaus
Teleky.
Paul
geb. 1768, † 1827.
Agnes Freiin von
Prónay.
Gedeon (III.) 1797.
Ladislaus [3]
geb. 1804.
Ida Gräfin
Wartensleben.
Anna,
verm. Ladislaus
Graf Nádásdy.
Elisabeth,
vm. Albert
Baron Prónay
.
Gedeon (IV.) [2]
geb. 23. Juni 1806.
Barbara[WS 2] Gräfin Teleki.
Gedeon (VI.). Gabriel. Paul. Ladislaus. Joseph. Gedeon (V.). Brigitte,
vm. Anton
Szapary.

  1. Die in den Klammern [ ] befindlichen Zahlen weisen auf die kürzeren Biographien, welche sich auf S. 173–175 (Nr. 1–5) befinden, wenn aber ein S. voransteht, auf die Seitenzahl, auf welcher die ausführlichere Lebensbeschreibung des Betreffenden steht.

Anmerkungen (Wikisource)

  1. In der Vorlage ohne Seitenzahl.
  2. Vorlage: Brigitte.