BLKÖ:Skrbensky von Hrzistie, die freiherrliche Familie, Genealogie

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 35 (1877), ab Seite: 84. (Quelle)
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I. Zur Genealogie der freiherrlichen Familie Skrbensky von Hrzistie. Skrben, deutsch Kirwein, ist heutzutage ein zu den Stadt Olmützer Gütern gehöriges, unweit davon gelegenes Gut, welches sammt dem ehemaligen Rittersitze allda, bereits 1532 dem Ritter Johann von Hrzistie gehörte, der aus einem in Mähren und Schlesien schon 1130 bekannten alten eingeborenen Adelsgeschlechte abstammte, aus dem Jaroslaus von Hirzistie, unter des Königs Przemysl Ottokar Regierung 1272 Beisitzer des Olmützer Landrechtes, und Kunata von Hrzistie, der 1278[WS 1] in der verhängnißvollen Schlacht bei Laa auf dem Schlachtfelde blieb, hervorgingen. Johann von Hrzistie der Aeltere war 1540 Landrechtsbeisitzer zu Teschen und nahm von dem erkauften Gute Skrben zuerst den Namen Skrbenský an. Seine Nachkommen theilten sich in mehrere Linien, die aber bald wieder erloschen und nach ihren Besitzungen sich nannten: so Skrbeńsky aus dem Hause Wandritsch, Gotschdorf und Schönhof, welch’ letztere noch blüht. Die meisten bekleideten hohe Landesstellen in ihrem engeren Vaterlande Schlesien: so waren sie Landeshauptleute zu Troppau und Teschen, Oberste Landrichter, Oberst-Landes-Kämmerer in Schlesien, sowie auch Landes-Aelteste und Landrechtsbeisitzer zu Troppau. Mit den ältesten und vornehmsten Familien Schlesiens und Böhmens waren die Skrbensky verschwägert: so mit Peterwaldsky, Wrbna, Sternberg-Rudelsdorf, Sobeck und Korniz, Arz von Wasegy, Pachta, Clam-Gallas, Sedlnitzky von Choltitz, Zierotin, Oppersdorf, Schaffgotsch auf Wildschütz, Podstatzky u. s. w., wie auch mit den Geschlechtern: Künigl, Cavriani, Erdödy, Castel San Petro u. s. w. Mit Diplom Kaiser Ferdinand’s III. ddo. Wien 25. Nov. 1658 erlangte die Familie in der Person des Johann Skrbensky von Hrzistie auf Schönhof und Götschdorf, Landrichters des Fürstenthums Teschen in Schlesien, den erbländisch-böhmischen Freiherrnstand, und mit Diplom ddo. 6. Mai 1694 den alten böhmischen Herrenstand. [Großes vollständiges (sogenanntes Zedler’sches) Universal-Lexikon (Halle und Leipzig, Joh. Heinr. Zedler, kl. Fol.) Bd. XXXVIII, S. 17 und 18. – Gothaisches genealogisches Taschenbuch der freiherrlichen Häuser (Gotha, Justus Perthes, 32°.) Jahrg. 1848, S. 335–339; Jahrg. 1853, S. 433–436; Jahrg. 1864, S. 790–792. – Kneschke (Ernst Heinr. Prof. Dr.), Neues allgemeines deutsches Adels-Lexikon (Leipzig, Friedr. Voigt, gr. 8°.) Bd. VIII, S. 507.]

[85a] [WS 2]
Stammtafel der Freiherren Skrbensky von Hrzistie.
Johann von Hrzistie 1532,
nannte sich zuerst Skrbensky.
Elisabeth Peterwaldsky von Peterwald.
Jaroslaus 1575,
Anna Morkowsky von Zastrzil.
Johann 1658 Freiherr [6][1],
Judith Gräfin Wrbna.
Karl Dietrich.
Helene von Rosteck und Goldmannsdorf.
Gotschdorfer Linie. Karl Franz [3]
geb. 15. October 1683, t 18. October 1768.
Helene Freiin von Skrbensky
von Hrzistie, aus dem Hause Wandritsch.
Linie zu Schönhof.
Karl Traugott (I.) [5]
† 1773,
Maria Gabriele Freiin
von Poppen auf Odrsch.
Karl Leopold [4]
† bei Kollin 18. Juni 1757,
Maria Theresia
Gräfin Breuner.
Otto Karl
1) Antonie Gräfin Podrtatzky,
† 1773,
2) Maria Anna Gräfin
Troyer.
Karl Traugott (II.)
† 26. Februar 1783.
Antonie Freiin Hem
von Hemmstein, † 1814.
  Maria Franziska
vm. Joachim Joseph
Graf Pachta.
Maria Theresia
vm. Max Joseph
Graf Sedlnitzky
von Choltitz.
M. Antonia
† 1787,
vm. Graf Clam-
Callas.
Franziska
vm. Johann Karl
Graf Castel San
Pietro.
Karl Traugott (III.)
geb. 1781, † 1829.
Barbara Freiin von Sobeck
und Kornitz aus dem Hause
Stablowtz.
Maria Antonia
† 1837,
vm. Conrad Gf. Sternberg-
Rudelsdorf.
  Johann
geb. 14. April 1768,
† 7. April 1822.
1) Ludovica Gräfin
Harsch
geb. 1768, † 1807,
2) Anna Kloeber
† 1852.
Maria Anna
geb. 1764, † 1814,
vm. Anton Graf Wengersky.
Anton
geb. 1767,
† 18. April 1821.
Theresia
von Goldegg
geb. 9. April 1768,
† 1811.
M. Josepha
geb. 1775, † 1851,
vm. Joseph Gotthard
Graf Schaffgotsche,
† 1844.
Ernestine
geb. 1778, †,
vm. Franz Graf
Zierotin, † 1845.
Eleonore
geb. 1779. †,
vm. Franz Graf
Oppersdorf, †.
Ludovica
geb. 1781,
† 1859.
Otto
geb, 1783, † 1860.
Maria Anna
Gräfin Cavriani
geb. 1787, † 1851.
  Philipp [7]
geb. 21. October 1789,
† 18. Juli 1876,
1) Gabriele Gräfin Künigl
geb. 12. Februar 1799,
† 7. Februar 1831.
2) Franziska Gräfin Erdödy
geb. 24. Juni 1812.
Anton
geb. 1. Jänner 1791.
1) Henriette von Thelen
† 29. März 1824.
2) Gräfin Arz
geb. 24. April 1798,
† 12. Februar 1868.
  Maria
geb. 27. Apr. 1805,
vm. Karl Graf
Tuz.
Eduard
geb. 17. Sept.
1802, †.
  Otto
geb. 14. Juni 1822.
Rosa Gräfin de la Motte
geb. 27. Mai 1835.
  Ludovica
geb. 10. Jänner
1857.
Anna
geb. 6. Juli
1859.
Anton geb. 24. August
1860.
Maria
geb. 5. November
1834,
vm. Julius Freiherr
Riesenfels
25. April 1868.
Johanna
geb. 27. Sept.
1835,
vm. Thaddäus
Frh. Schmerzing.
Philipp [8]
geb. 15. März
1838.
Franziska
geb. 26. März
1839,
vm. Johann Victoris
von Kis-
Kavolács.
  Pauline Henriette
geb. 14. März 1824,
vm. 1) Friedrich Graf
Gultenberg, † 1862.
2) Eugen Graf Sylva
Taroucca.
Karl [S. 83]
geb. 13. April
1826,
† 24. Juni 1866.
Josephine Freiin
von Bartenstein
geb. 6. April 1831.
Felix
geb. 29. Dec. 1827,
Clementine Freiin
Pereira
geb. 10. Mai 1844.
Philipp
geb. 5. März 1830.
Leonie Czeike
Freiin von Bartenstein.
Anton [1]
geb. 11. October 1831,
Comthur des Malteserordens.
  Maximilian
geb. 9. December
1855.
Antonie
geb. 15. December
1863.
  Moriz
geb. 1865.
Karl
geb. 28. Sept.
1866.
  Irene
geb. 19. März 1861.
Leo[WS 3]
geb. 12. Juni
1863.
Maria
geb. 20. Oct.
1864.
Hanns
geb. 24. April
1868.

  1. Die in den [ ] befindlichen Zahlen weisen auf die kürzeren Biographien, welche sich auf S. 84–85 (Nr. 1–8) befinden, wenn aber ein S. voransteht, auf die Seitenzahl, auf welcher die ausführlichere Lebensbeschreibung des Betreffenden steht.

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Vorlage: 1728.
  2. In der Vorlage ohne Seitenzahl.
  3. Leo Skrbenský von Hříště (Wikipedia).