BLKÖ:Sommer, Karl Eduard

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 35 (1877), ab Seite: 289. (Quelle)
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4. Karl Eduard Sommer, dramatischer Dichter, dessen Lebensschicksale unbekannt sind. Nach Goedeke wäre er zu Wurzen in Sachsen, dem Geburtsorte des Dichters Lichtwer, geboren und Mediciner in Wien gewesen. Raßmann nennt ihn Doctor der Philosophie und Medicin in Wien, auch erscheint er noch 1821 in Franz Heinrich Böckh’s „Wien’s lebende Schriftsteller, Künstler und Dilettanten im Kunstfache“ (Wien 1821, B. Ph. Bauer, 12°.), S. 49 als Doctor der Arzneikunde, Philosophie und als Schriftsteller im Gebiete der schönen Literatur. Im Drucke sind von ihm erschienen: „Heinrich der Zweite, Herzog von Montmorency. Historisch-dramatisches Gedicht in 5 Acten“ (Wien 1817, 8°.). – „Johanna Gray. Trauerspiel in 5 Acten (2. Aufl., Dresden 1833, 12°.) Heinrich Kurz in seinem in den Quellen genannten Werke schreibt über das letztgenannte Trauerspiel, „daß die Charaktere mit Ueberlegung und Talent gezeichnet, besonders Johanna Gray und die Königin Maria gelungen sind, welche letztere sich als Trägerin der Majestät von allen Rücksichten, selbst denen der Dankbarkeit und des gegebenen Wortes entbunden glaubt. Bei größerer Beschränkung würde das Stück auch auf der Bühne gute Wirkung thun“. Auch ist von ihm eine „Kritik der Albaneserin“ [von Müller] (Wien 1820, Gerold) erschienen, und finden wir seinen Namen im Verein mit Grillparzer, Halirsch[WS 1], Freiherr von Lannoy, Mosel, Weidmann, Zedlitz u. A. in den 1830 bei Tendler in Wien erschienenen „Dramatischen Miscellen“. Sonderbarerweise fehlt Sommer in Franz Brümmer’s „Deutschem Dichter-Lexikon“ (Eichstädt und Stuttgart 1877, schm. 4°.), in das er doch hinein gehört. Uebrigens will es den Autor dieses Lexikons bedünken, als ob die Dichter der Stücke „Heinrich von Montmorency“ und „Johanna Gray“ zwei verschiedene Personen wären. [Raßmann (Friedrich), Pantheon deutscher jetzt lebender Dichter (Helmstädt [290] 1823, Fleckeisen, 8°.) S. 321. – Goedeke (Karl), Grundriß zur Geschichte der deutschen Dichtung. Aus den Quellen (Hannover 1859, L. Ehlermann, 8°.) Bd. III, S. 845, Nr. 445. – Kurz (Heinrich), Geschichte der neuesten deutschen Literatur von 1830 bis auf die Gegenwart (Leipzig 1872, B. G. Teubner, Lex.-8°.), S. 500, zweite Spalte.]

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Vorlage: Halisch.