BLKÖ:Taxis-Bordogna, Egyd Graf

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
<<<Vorheriger
Tavella, Antonio
Band: 43 (1881), ab Seite: 169. (Quelle)
[[| bei Wikisource]]
in der Wikipedia
GND-Eintrag: 13859774X, SeeAlso
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Linkvorlage für Wikipedia 
* {{BLKÖ|Taxis-Bordogna, Egyd Graf|43|169|}}

Taxis-Bordogna, Egyd Graf (k. k. General-Major, geb. zu Brixen 27. Jänner 1782, gest. zu Innsbruck 3. Juni 1862). Der Sproß eines altadeligen mit den Familien Thurn und Taxis und Thurn-Valsassina verwandten Geschlechtes, über welches die Quellen S. 170 und die angeschlossene Stammtafel näheren Aufschluß geben. Egyd, der Stifter des gräflichen Astes dieses Geschlechtes, von dem zur Stunde auch noch zwei freiherrliche Linien blühen, ist der Sohn des Freiherrn Franz Joseph Taxis-Bordogna und Theresias geborenen Gräfin Hendl von Goldrain. Als Rittmeister im 2. Cürassier-Regimente, damals Erzherzog Franz d’Este, kämpfte er bei Eßlingen am 21. und 22. Mai 1809. An ersterem Tage hatte Napoleon gegen das österreichische Centrum und einen Theil des rechten Flügels drei durch 44 Escadronen auszuführende Attaken angeordnet. Bei der zweiten, die am 21. um acht Uhr Abends, und bei der dritten, die am 22. um 8 Uhr Morgens stattfand, glänzte das 2. Cürassier-Regiment in allen Gegenangriffen, zu denen es der Befehlshaber des Cavallerie-Reservecorps Johann Fürst Liechtenstein commandirte, und in der Relation hierüber wird unter den Helden des Tages Rittmeister Egyd Taxis-Bordogna genannt. Im Jahre 1813 zum Major vorgerückt, focht er an den drei Schlachttagen vom 16. bis 18. October bei Leipzig, wo sein Regiment mit noch anderen Cürassier-Regimentern auf dem linken Flügel des Alliirtenheeres während des Kampfes um den Besitz von Dösen, Dölitz, Lösnig und im Vorrücken gegen Conewitz die unerschütterlichste Standhaftigkeit bewies, namentlich als es mehrere Stunden hindurch als Reserve der vorwärts fechtenden Infanterie die Wirkungen des lebhaften feindlichen Geschützfeuers ertragen mußte. Auch in der Relation über diese Tage steht Major Taxis unter den Ausgezeichneten des Regimentes. Im Jahre 1823 stieg er zum Oberstlieutenant im 1. Cürassier-Regiment, 1827 zum Obersten und Regiments-Commandanten auf, 1831 aber trat er [170] mit Generalmajors-Charakter in den Pensionsstand über. Mit Diplom vom 20. April 1838 wurde Freiherr Egyd von Kaiser Ferdinand I. in den österreichischen Grafenstand erhoben. Seit 1. Februar 1823 war er mit Marie Natalie geborenen Heeremann Gräfin von Wimpffen vermält, mit welcher er außer zwei Töchtern, Victoria und Marie, einen Sohn Johann Ferdinand Egyd (geb. 23. Jänner 1833), den gegenwärtigen Chef des gräflichen Astes, zeugte. Ueber den Familienstand dieses Astes vergleiche die Stammtafel.

Thürheim (Andreas Graf), Die Reiter-Regimenter der k. k. österreichischen Armee (Wien 1862, F. B. Geitler, 8°.) Bd. I: „Die Cürassiere und Dragoner“, S. 67, 76, 78 und 84. – Derselbe, Gedenkblätter aus der Kriegsgeschichte der k. k. österreichischen Armee (Wien und Teschen 1880, Prochaska, schm. 4°.) Bd. II, 5. 14, unter dem Jahre 1813.