BLKÖ:Teuffenbach, Balthasar (bis 1559)

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 44 (1882), ab Seite: 62. (Quelle)
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8. Balthasar (gest. 1559), von dem zweiten (dem Georg’schen) Hauptstamme, ein Sohn Jacobs aus dessen Ehe mit Cordula Freiin von Windischgrätz, nach Anderen der Mayrhofen’schen Linie angehörig, führte bei der ersten Belagerung Wiens durch die Türken im Jahre 1529 ein Fähnlein. Am Leech, der Commende des deutschen Ritterordens zu Gratz, nahm er 1530 das Ritterkreuz, wurde 1556 Comthur und blieb es auch bis zu seinem Tode. Sonderbarer Weise führt ihn Schmutz in seiner „Geschichte der Steiermark“, Bd. II, S. 387, in der Reihe der Ordenscomthure am Leech nicht an. Während Balthasar dem katholischen Glauben treu blieb, wandte sein Bruder Franz sich der protestantischen Lehre zu. In Folge dieses Glaubensspaltes schieden mehrere Mitglieder der Familie Theile ihres väterlichen Erbbesitzes aus und gründeten, neben der Herrschaft Alt-Teuffenbach jene von Neu-Teuffenbach. Balthasar bekleidete auch die Stelle eines steirischen Landesverwesers. In der Johannescapelle der Pfarrkirche zu Teuffenbach befindet sich noch ein Bruchstück des ihm gewidmeten Grabsteines. –