BLKÖ:Teuffenbach, Karl

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Teuffenbach, Julianus
Band: 44 (1882), ab Seite: 72. (Quelle)
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38. Karl (gest. 1610) von dem zweiten (dem erloschenen Georg’schen) Hauptstamme, ein Sohn des Freiherrn Franz aus dessen Ehe mit Beatrix Schrott von Kindberg. Als im Jahre 1578 die Stände Innerösterreichs einen Feldzug gegen die in Croatien hausenden Türken unternahmen, befand sich Karl, welcher dem kaiserlichen Waffendienste sich gewidmet hatte, im Gefolge des commandirenden Generals Georg Freiherrn von Khevenhüller [Bd. XI, S. 218, Nr. 10]. Von 1586–1588 stand er als Hauptmann zu St. Georgen. Dann nahm er wieder Theil an den steten Kämpfen der kaiserlichen Befehlshaber gegen die Türken, sowie an der Errichtung der Grenzvertheidigungsanstalten. Im Jahre 1594 Oberstwachtmeister, diente er noch 1600 im kaiserlichen Heere. Karl war der vierte Gemal der Anna Neumann von Wasserleonberg, einer der berühmtesten Frauen ihrer Zeit, durch welche Murau an die Schwarzenberg kam. Seine Ehe mit Anna blieb kinderlos. Unser Lexikon gedenkt dieser Dame und ihrer sechs Gatten im Artikel Neumann [Bd. XX, S. 288, Nr. 3]. Mit seinem Bruder Offo kaufte Karl 1589 die Herrschaft Offenburg im Pölsthale in der Steiermark, und 1592 erwarb er allein die Herrschaft Stattenberg in Untersteier. Auf dem vierten Blatte des von Daniel Hefner gemalten Leichenzuges des 1590 verstorbenen Erzherzogs Karl hat sich das Bildniß des edlen Kriegsmannes erhalten, der bei diesem Anlasse das Banner des Hauses Habsburg trug. [Damisch, der Leichenzug des Erzherzogs Karl II. von Innerösterreich (1869) S. 17.] –