BLKÖ:Thürheim, Antonia Maria Gräfin

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
Band: 44 (1882), ab Seite: 273. (Quelle)
[[| bei Wikisource]]
in der Wikipedia
GND-Eintrag: [1], SeeAlso
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Linkvorlage für Wikipedia 
* {{BLKÖ|Thürheim, Antonia Maria Gräfin|44|273|}}

2. Antonia Maria Gräfin (geb. am 17. Mai 1745, gest. zu Wien am 30. Juni 1769), einzige Tochter des Hof- und Staatskanzlers Wenzel Anton Fürsten von Kaunitz-Rietberg aus dessen Ehe mit M. Ernestine Gräfin von Starhemberg und erste Gemalin Christoph Wilhelms (des Jüngeren) Grafen von Thürheim, mit welchem sie sie nach dem Brauche damaliger Zeit mit Genehmigung der kaiserlichen Majestät in der kaiserlichen Staatskanzlei verlobt und zu Mariabrunn bei Wien am 13. September 1763 getraut wurde. An Geist und Bildung eine würdige Tochter ihres großen Vaters, machte sie als Gemalin des Landeshauptmanns dem im Jahre 1763 auf seiner Fahrt zur Krönung in Frankfurt durch Linz reisenden römischen König Joseph II. die Vorstellungen des zahlreich versammelten dortigen Adels; die Art, wie die erst neunzehnjährige Gräfin[274] ihre Aufgabe löste, bezeichnet folgende wörtliche Stelle aus einem von Linz am 13. März 1763 datirten Briefe des Monarchen an die Kaiserin Maria Theresia: „La noblesse de Linz a été très nombreuse, surtout en hommes. Je dois rendre justice à Madame de Thürheim, qu’elle a fait voir dans la conduite, qu’elle a tenue en présentant tout le monde et dans sa façon de s’exprimer, qu’elle était la fille d’un homme de beaucoup d’esprit. J’ai eu l’occasion de lui parler longtemps, et je peux dire qu’elle m’a satisfait en tout point“. Gräfin Antonia Maria starb im 25. Lebensjahre an den Folge einer sehr schweren Entbindung und ruht in der Familiengruft zu Käfermarkt, wo ihr Epitaph in lateinischer Sprache angebracht ist. Ihren Schmuck hinterlegte sie testamentarisch zum Thürheim’schen Familienschmuck, welcher in der Folge in ein Geldfideicommißcapital umgesetzt wurde. [Arneth (Alf. v.). Correspondenz Kaiser Josephs II. mit Maria Theresia (Wien, Braumüller, gr. 8°.) Bd. I, S. 21, 22.] –